Mit seinem letzten Geld war der Koch nach Innsbruck gefahren - auf der Flucht vor seinen zahlreichen Gläubigern. Nach einer Nacht am Bahnhof nahm er sich am Mittwoch ein Taxi und ließ sich nach Landeck chauffieren. Dort ließ er den Taxler (65 Jahre alt) umkehren, um nach Mils bei Imst zu gelangen. Am "Milser Gstoag" forderte er den Lenker auf, in einer Ausweiche stehen zu bleiben.
Als der Taxler den Lohn von 120 Euro forderte, sagte der Koch: "Ich habe das Geld im Kofferraum." Als der Taxler diesen öffnete, nahm der Koch eine Softgun heraus und forderte den Chauffeur auf, in den Kofferraum zu steigen. Was dieser verneinte. Daraufhin nahm der Koch ein 30 Zentimeter langes Küchenmesser und forderte erneut sein Opfer auf, in den Kofferraum zu klettern.
Taxler rief seelenruhig die Polizei
Ungerührt ging der Taxler auf die andere Straßenseite und rief seelenruhig die Polizei. Als die Streife mit vier Mann eintraf, stand der Koch reglos da und ließ sich widerstandslos verhaften. Bei der Einvernahme in der Polizeiinspektion Imst gestand der arbeitslose Koch, der vom Taxler nie Geld gefordert hatte, seine Drohungen. Nach Rücksprache mit dem Staatsanwalt blieb dem Koch die von ihm gewünschte (sichere) Gefängniszelle erspart - er wurde lediglich auf freiem Fuß angezeigt.
von Günther Krauthackl und Manfred Niederl, Kronen Zeitung








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