Kontrollamtsbericht

Vernichtende Kritik an Linzer Design Center

Dunkle Wolken über dem Design Center! Nicht genug, dass Corona das Kongress- und Tagungsgeschäft zusammenbrechen ließ, und man so heuer ein fettes Minus von 2,7 Millionen € zu Buche stehen hat, dürfte nun auch das Ergebnis einer Kontrollamtsprüfung Stadtchef Klaus Luger Kopfzerbrechen bereiten...

Der taufrische Kontrollamtsbericht, welcher der „Krone“ vorliegt, hat’s in sich. Hier nur einige, wenige Punkte, welche die Initiativprüfung zu Tage brachte: Als das Design Center 2017 in die Holding eingegliedert wurde, löste man den Aufsichtsrat durch einen Beirat ab. In den ersten vier Sitzungen dieses Gremiums war nie eine Beschlussfähigkeit gegeben, konnten wichtige Beschlüsse nicht gefasst werden, weil im Schnitt 46 Prozent der Mitglieder nicht anwesend waren. Generell wird auch die Kostenrechnung und das Controlling im Bericht als nur mangelhaft entwickelt dargestellt. Nicht nur eine Reihe von Veranstaltungen, auf die man aus wirtschaftlicher Sicht besser verzichtet hätte, fielen den Prüfern auf, sondern auch Ungereimtheiten beim Sponsoring.

Lage existenzbedrohend
Ab einer Summe von 1000 € hätte es grünes Licht vom Beirat benötigt, doch dies wurde nie beachtet. So wurden 2018 rund 150.000 Euro gewährt. Beinahe etwa 60.000 € allein für die Miss-Austria-Wahl – das Dreifache mehr als für die Klangwolke. Besonders brisant: Die Lage der Design Center BetriebsgesmbH & Co KG ist laut Kontrollamt existenzbedrohend, für ein Weiterbestehen der Gesellschaft wären neue Geschäftsmodelle gefragt.

Werner Pöchinger, Mario Ruhmanseder/Kronen Zeitung

 OÖ-Krone
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Dienstag, 27. Oktober 2020
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