AK fordert Pflegefonds

Teure Pflegekosten setzen Angehörige unter Druck

Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass Pflege von Senioren und Bedürftigen auf wackeligen Beinen stehen kann. Rund 42 Prozent der Pflegegeldbezieher werden nämlich von einem Angehörigen betreut. Fällt dieser aus, entstehen belastende Situationen. Die Arbeiterkammer OÖ fordert nun eine Pflegegarantie.

Die Arbeiterkammer OÖ stellt die Diagnose: Die größte Gruppe der Pflegegeldbezieher kann professionelle Betreuung nicht in Anspruch nehmen, entweder, weil das Angebot fehlt, oder die Pflege zu teuer ist. Von 69.898 Pflegegeldbeziehern (Anfang 2019) wurden 26 Prozent in Alten- und Pflegeheimen betreut, 32 Prozent waren zu Hause mit professioneller Hilfe. Der Großteil, nämlich 42 Prozent, wurde zu Hause von Angehörigen gepflegt. Tendenz steigend!

Weitere 1494 Heimplätze nötig
Jeder zweite Angehörige fühlt sich unter Druck. Bis 2025 werden weitere 1494 Heimplätze gebraucht, gebaut werde aber nur rund ein Drittel. Die AK OÖ verlangt nun ein Bekenntnis der Regierung zur Finanzierung der Langzeitpflege aus Steuermitteln. Zudem soll jeder Rechtsanspruch auf professionelle Pflegeleistungen erhalten. „Wir brauchen endlich eine öffentliche Pflegegarantie“, fordert Johann Kalliauer, Präsident der AK OÖ. In OÖ könnte ein Landes-Pflegefonds, u.a. für die Errichtung von Heimplätzen sorgen, dieser wäre auch Konjunkturmotor.

Elisabeth Rathenböck
Elisabeth Rathenböck
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Samstag, 31. Oktober 2020
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