Auf Intensivstation

Fataler Irrtum: Bub trank Lauge statt Apfelsaft

Tirol
05.10.2010 18:25
Ein zweijähriger Bub wird derzeit auf der Intensivstation der Innsbrucker Klinik behandelt, weil er in einem Gasthaus statt eines Glases Apfelsaft Lauge serviert bekam. Bereits seit 25. September liegt das Kind im Krankenhaus, bestätigte ein Sprecher der Klinik einen entsprechenden ORF-Bericht am Dienstag.

Der kleine Patient sei nach wie vor nicht fähig, feste Nahrung zu sich zu nehmen und verweigere teilweise auch das Trinken, erklärte Intensivmediziner Martin Frühwirth. Man werde jetzt beobachten müssen, wie lange es dauert, bis die Folgen der Verletzung zurückgehen. Vorerst sei noch nicht absehbar, wie lange der Bub in Behandlung bleiben müsse. Lebensgefahr bestehe derzeit keine, allerdings habe der Zweijährige mit starken Schmerzen zu kämpfen.

Die Familie hatte gemeinsam mit ihrem Kind ein Gasthaus besucht. Durch eine Verwechslung landete ein Glas mit Reinigungsmittel am Tisch der Familie aus Axams. Der Bub trank nur einen Schluck und reagierte sofort heftig, schilderte Frühwirth.

Es passiere sehr häufig, dass Kinder etwas trinken, das nicht für sie geeignet sei. In so einem Fall sollte man sofort die Rettung anrufen oder so schnell wie möglich ein Krankenhaus aufsuchen, riet der Mediziner. Keinesfalls sollte man dem Kind etwas zu trinken geben.

Schuldfrage
Laut Tiroler Sicherheitsdirektion hat die Verwechslung eine Angestellte des Lokals zu verantworten. Offenbar stand das Apfelsaftglas unmittelbar vor dem Servieren direkt neben einem Glas, das mit Reinigungsmittel gefüllt war. Die Angestellte nahm irrtümlich das falsche Gefäß. Die Geschäftsführerin hatte den Vorfall der Polizei gemeldet. Die Angestellte wurde wegen fahrlässiger Körperverletzung angezeigt.

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