Richtig staatstragend, flankiert von der Landesflagge, traten die Teamchefs - Landeshauptmann Franz Voves und Vize Hermann Schützenhöfer - vor die Presse. Und taten nach dem für beide Großparteien ernüchternden Wahlergebnis das einzig Richtige: Persönliche Animositäten hintanstellen und Zusammenarbeit auf breiter Basis suchen.
Miteinander auf neuen Beinen
Die Worte waren so gewählt, dass zwar auch noch ein Scheitern der Gespräche leicht mitschwingen durfte, allein, man scheint sich wirklich mit Konsequenz einem Arbeitsübereinkommen zu nähern." Wir haben den absoluten Willen, die großen Herausforderungen der Zukunft gemeinsam anzugehen", verkündete der Landeshauptmann. Und: "Wir wollen einen Schlussstrich unter die letzten Jahre ziehen. Unser emotionales Miteinander auf völlig neue Beine stellen."
Hermann Schützenhöfer, Voves' ÖVP-Gegenüber, stieß ins selbe Horn: "Wir sind dem Wähler verpflichtet." Man werde sich nach einer Woche nicht um den Hals fallen, aber es sei der absolute Wille zur Zusammenarbeit gegeben. Viel anderes wär' ohnehin nicht übrig geblieben. Unsichere Koalitionen mit einer sehr rechten steirischen FPÖ, dass hätte das Gros der Wähler auch wieder nicht goutiert.
Damit nicht gleich wieder Sand ins Getriebe kommt, haben die beiden (ehemaligen) Kontrahenten sich ein Schweigegelübde auferlegt. Man richtet sich (vorerst) nichts mehr über Medien aus, beantwortete beim Pressefoyer auch keine Fragen.
Auf jeden Fall gibt's eine verschärfte Verhandlungs-Gangart. Die Steiermark darf also hoffen, dass der Spruch "In Offenheit, mit ernstem Bemühen" - er hängt als Dekoration im Mediensaal des SPÖ-Regierungsteams - auch wirklich umgesetzt wird...
"Steiermark Inoffiziell" von Gerhard Felbinger, "Steirerkrone"










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