Neuer Rekord
Italienischer Super-Jackpot fasst satte 153 Millionen Euro
In den vergangen zwei Jahren hat der italienische Jackpot viermal die 100-Millionen-Schwelle überschritten. Gegenwärtig gebe es weltweit keinen pralleren Lotto-Topf, heißt es.
Das kommt auch nicht von ungefähr: Das Glücksspiel hat die äußerst geringe Gewinnchance von 1 zu 623 Millionen. Getippt werden 6 aus 90 mit einer "Jolly" genannten Zusatzzahl, gezogen wird dreimal die Woche am Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Der Gewinner des letzten italienischen Rekord-Jackpots vor einem Jahr ist nie bekanntgeworden. Nach einem wochenlangen Run auf den Jackpot hatte ein Spieler damals in dem toskanischen Ort Bagnone richtig getippt. Diesmal ging es ruhiger zu: Der Jackpot von "Superenalotto" wurde langsam, aber stetig immer voller.
Riesen-Jackpot heuer sogar schon vor Gericht
Anfang des Jahres versuchte eine Verbraucherorganisation den Rekordjackpot juristisch zu bremsen. Der Verein "Codacons" wollte die Italiener mit seiner Klage vor Spielsucht schützen. Manche verschulden sich, um die klitzekleine Chance auf einen immer fetteren Gewinn wahren zu können, hieß es. Die Organisation hatte den Jackpot beschränken wollen, wie es früher der Fall war. Dann hätte der Gewinn von einer gewissen Summe an auf niedrigere Ränge verteilt werden müssen. Das Gericht wies die Klage zurück: Eine solche Rückkehr zu früherer Praxis könne nur der Gesetzgeber regeln.
Der verdient sich am Lotto freilich eine goldene Nase. Der Jackpot speist sich nur aus 35 Prozent der Lottoscheinverkäufe. Ganze 54 Prozent der Einnahmen reißt sich der italienische Staat unter den Nagel.











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