42 Schulen nehmen teil

Einverständnis der Eltern zum Gurgeln fehlt noch

Jetzt ist sie da, die Liste jener Schulen, an denen ab Oktober der Corona-Gurgeltest durchgeführt wird, um zu sehen, ob das Virus verbreiteter ist, als gedacht. Doch wie viele Schüler und Lehrer überhaupt mitmachen, ist noch ungewiss. Denn alles beruht auf Freiwilligkeit und die Eltern müssen jeweils die Zustimmung erteilen.

„Mein Kind macht da sicher nicht mit.“ „Mein Sohn kann ja noch gar nicht gurgeln.“ „Die Eltern wurden informiert - wir wissen noch nichts“ - die Reaktionen auf die am Sonntag im Internet erschienene Schul-Liste (siehe Grafik) von Eltern waren durchwegs abweisend oder auch überrascht.„Die einzelnen Schulen haben ihre Zustimmung für die Teilnahme am Test gegeben, die Eltern sollten in der ersten Schulwoche bereits informiert worden sein. Es wird in diesem Schuljahr zehn Gurgel-Durchläufe geben, alles unter Aufsicht des Schularztes“, sagt Bildungsdirektor Alfred Klampfer. Er ist gespannt, wie groß der Prozentsatz der Schüler ist, die dann tatsächlich mitmachen dürfen. „Ende der Woche sollten wir Rückmeldungen haben.“

Keine Pflicht für Lehrer
Auch die Lehrer sind nicht verpflichtet, eine Minute mit der Zuckerlösung zu gurgeln, um diese dann in einen Gemeinschaftsbecher zu spucken. Denn es werden immer zehn Proben auf einmal ausgewertet. Nur wenn es einen positiven Wert gibt, werden die Einzelproben der betroffenen Kinder analysiert. „Wir freuen uns, dass wir an dieser aus medizinischer Sicht so wichtigen Studie mit 42 Schulen teilnehmen werden“, ist Bildungsreferentin Christine Haberlander zuversichtlich, dass die Studie aussagekräftig wird.

65 Schüler und zehn Lehrer Corona-positiv
Schon in der ersten Schulwoche wurden auch ohne Gurgeln in 60 oberösterreichischen Schulen 65 Schüler und zehn Lehrer Covid19-positiv getestet.

Markus Schütz/Kronen Zeitung

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Montag, 26. Oktober 2020
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