Remis gegen Rapid

"Falken" konnten ihren Sturzflug nach vier Pleiten stoppen

Steiermark
03.10.2010 18:07
Die Revanche für das bittere Last-Minute-K.-o. zuletzt in Wien ist Kapfenberg geglückt. Die "Falken" knöpften Rapid ein 0:0 ab und stoppten damit nach vier Niederlagen in Folge ihren Sturzflug. Für den Rekordmeister war die Nullnummer hingegen ein Rückschlag im Titelkampf - die Pacult-Elf liegt schon sieben Zähler hinter Leader Innsbruck.

Fußball-Feinschmeckern, die am Sonntag unter den 6.500 Zuschauern im Fekete-Stadion waren, kam mitunter der Magen hoch. Denn im Gegensatz zum letztwöchigen Duell, als beide Teams Fußball spielten und flott kombinierten, blieb die "feine Klinge" diesmal in der Kabine. Kampf und Krampf regierten auf beiden Seiten.

Rapid gab zwar den Ton an, doch für Schrecken ohne Ende vor dem KSV-Tor sorgten die Hütteldorfer trotz mehr Ballbesitz nicht: Hesselink (15.), Pehlivan (24., 28.) und Hofmann (38.) klopften eher harmlos bei Keeper Wolf an. Kapfenbergs Defensive stand im Vergleich zu den letzten vier Pleiten wie eine Mauer, Löcher taten sich nur selten auf. Wie kurz nach der Pause, als Salihi alleine vor Wolf am Fünfer stümperhaft verstolperte.

Am KSV-Keeper biss sich auch Nuhiu die Zähne aus - den Gewaltschuss des eingewechselten Stürmers drehte Wolf an die Latte (70.). Zehn Minuten danach hatte der Deutsche aber auch Glück, schlug ein Kratzer-Kopfball knapp neben dem Pfosten ein. Zu diesem Zeitpunkt waren die Hausherren bereits geschrumpft - "Falke" Sharifi war nach einem harmlosen Foul mit Gelb-Rot vom Platz geflogen (75.).

Alar vergab Matchball
Trotz numerischer Unterlegenheit waren es die Kapfenberger, die den Matchball zur großen Sensation hatten: Nach einem schnellen Konter über Felfernig und einer Drei-gegen-Eins-Überzahl verstolperte Alar, konnte Katzer noch klären (87.). Bezeichnend für das Lüfterl, das in der Kapfenberger Offensivabteilung wehte.

Denn KSV hatte schon zuvor zwei hochkarätige Chancen ebenso kläglich verschleudert: Nach einem weiten Abschlag von Kocin war ein misslungener Lupfer von Kröpfl in den Armen von Hedl gelandet (32.), und kurz vorm Pausenpfiff war Elsneg alleine vorm Rapid-Goalie aufgetaucht, aber dessen Schuss ins kurze Ecke parierte Hedl mit Fußabwehr.

Kapfenberger SV Superfund - SK Rapid Wien 0:0
Fußball-Bundesliga, 10. Runde, Franz-Fekete-Stadion Kapfenberg, 6.500, SR Drabek.
Kapfenberg: Wolf - Sharifi, Mavric, Taboga, Kocin - Hüttenbrenner, Erkinger (46. Alar) - Kröpfl (74. Schmid), Sencar, Felfernig - Elsneg (62. Fukal).
Rapid: Hedl - Sonnleitner, Soma, Patocka, Kayhan (33. Katzer) - Hofmann, Kulovits, Pehlivan (81. Trimmel), Kavlak - Vennegoor of Hesselink, Salihi (68. Nuhiu).
Gelb-Rote Karte: Sharifi (76.); Gelbe Karten: Erkinger bzw. keine.

von Burghard Enzinger ("Steirerkrone") und steirerkrone.at

Loading...
00:00 / 00:00
play_arrow
close
expand_more
Loading...
replay_10
skip_previous
play_arrow
skip_next
forward_10
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
explore
Neue "Stories" entdecken
Beta
Loading
Kommentare

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Steiermark



Kostenlose Spiele