In den Tod gehänselt?
Ermittlungen nach Selbstmord von US-Schüler
"Was mein Kind durchmachen musste, ist auf gar keinen Fall normal gewesen", sagte die Mutter des Toten. "Es war erbarmungslos. Es ging Tag für Tag und niemand hat etwas unternommen. Und nun ist mein Sohn tot."
Asher sei ein Einser-Schüler gewesen, sagte sein Stiefvater. In der Schule sei er aber gemobbt worden, weil er klein und Buddhist war. Außerdem hätten einige seiner Mitschüler wohl vermutet, dass Asher schwul sei. Einen Verdacht, den auch die beiden Eltern schon länger hatten und die Asher erst am Tag seines Selbstmords bestätigte.
"Ich hab ihm gesagt, 'Du weißt, dass deine Mutter und ich dich unterstützten' und dass wir darüber reden würden, wenn ich heimkäme", sagte Ashers Stiefvater. Doch dafür war es bereits zu spät: Als er von der Arbeit kam, fand er den toten Buben. Asher hatte sich mit der Pistole seines Stiefvaters erschossen.
Schulbehörde bestreitet Vorwürfe
Die Schulbehörden bestreitet bislang, über das Mobbing informiert gewesen zu sein. In einer am Freitag veröffentlichten Stellungnahme heißt es, "Informationen von Schülern ließen wohl den Schluss zu, dass Asher von Klassenkameraden misshandelt wurde, doch solche Bedenken wurden nie weitergeleitet." Dennoch führe man eine sorgfältige Untersuchung durch, hieß es.
"Auf taube Ohren gestoßen"
Während die zuständigen Lehrer und die Schulbehörde von einem regen Austausch mit den Eltern sprechen, sagen diese, dass sie ihnen E-Mails geschrieben, angerufen und in persönlichen Gesprächen darauf hingewiesen hätten, was mit ihrem Sohn passierte. Dabei seien sie aber nur auf "taube Ohren" gestoßen. Nun untersucht die Staatsanwaltschaft den Fall.
Erst vor wenigen Tagen sorgte der Selbstmord eines Studenten im Staat New Jersey für Schlagzeilen. Ihn hatten seine Mitstudenten beim Sex mit einem Mann gefilmt und dieses Material anschließend ins Internet gestellt (siehe Infobox).
Symbolbild












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