17.09.2020 20:00 |

Coronavirus

Meldungen von negativen Tests nicht einheitlich

In Salzburg fließen nur behördlich angeordnete Tests in das Epidemiologische Meldesystem (EMS) ein. In Kärnten und dem Burgenland werden auch Gastronomie-Screenings miteinbezogen. Die Corona-Kommission will am Donnerstag über eine Vereinheitlichung des Systems in ganz Österreich diskutieren.

Während in Salzburg nur behördlich angeordnete Tests ins System einfließen und so niedrige Testzahlen begründet wurden, antwortete die Stadt Wien postwendend, ebenfalls negative private Testergebnisse nicht zu melden. Neben den behördlich angeordneten Tests fließen in die Statistik aus der Bundeshauptstadt allerdings auch die freiwilligen Tests von symptomlosen Reiserückkehrern bei der von den Behörden organisierten Drive- und Walk-In-Teststation beim Wiener Ernst-Happel-Stadion ein. Alle privaten Tests, deren Befund positiv ist, müssen laut Epidemiegesetz ohnehin gemeldet werden.

Tourismus-Tests in Niederösterreich und Tirol nicht berücksichtigt

Auch in Niederösterreich werden die Meldungen in das EMS ähnlich wie in Wien und Salzburg gehandhabt. Beinhaltet sind laut einem Sprecher der Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) alle behördlich angeordneten Testungen des Sanitätsstabes und angeordnete flächendeckende Screenings. Nicht berücksichtigt seien die Zahlen aus dem Tourismus und private Testungen.

In Tirol werden die behördlichen Testungen angeführt, hieß es seitens des Landes. Die Bereiche Gastronomie und Tourismus seien nicht inkludiert, außer es handle es sich um positive Fälle. In Oberösterreich werden die privaten und die Tourismus-Tests extra ausgewiesen, allerdings nur einmal pro Woche gesammelt. Die behördlichen Tests werden täglich berichtet.

Kärnten und Burgenland nehmen alle Ergebnisse der Testungen in die Statistik auf

In Kärnten fließen dagegen grundsätzlich alle Corona-Tests in die Statistik ein, also auch jene in der Gastronomie. Diese werden aber nur einmal in der Woche aktualisiert, wie es seitens des Landes Kärnten hieß. Im Burgenland werden ebenfalls Tests aus Gastronomie und Tourismus sowie privat durchgeführte Tests in die offizielle Statistik eingerechnet, teilte der Koordinationsstab Coronavirus mit.

Bundes-Screenings in der Steiermark nicht in den Zahlen enthalten

Laut der steirischen Landessanitätsdirektion setzen sich die Testzahlen, die nach Wien gemeldet werden, aus den Angaben des steirischen Hauptlabors, bei dem die überwiegende Mehrzahl aller behördlichen Testungen - sprich alle durch 1450 abgenommenen behördlichen Testungen - ausgewertet werden, und den Angaben von fünf weiteren Laboren zusammen. Vereinzelt könne es nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden, dass auch Tourismus- bzw. Gastronomietestungen enthalten sind. Gesundheitsbezogene Screenings (Bundes-Screenings) erfolgen in der Steiermark nur über die AGES und sind daher in den Zahlen auf keinen Fall enthalten.

 Salzburg-Krone
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