Zu wenig Flüssigkeit

Retter brachten dehydrierten Wanderern Wasser

Eine schlechte Tourvorbereitung durch eine fünfköpfige Wandergruppe mit zwei Kindern hatte am Sonntag einen Bergrettungseinsatz in Bad Ischl (Oberösterreich) zur Folge. Dem Quintett ging das Wasser aus, vor allem die Kinder waren bereits völlig erschöpft.

Ein Niederösterreicher mit zwei Kindern (sechs und zwölf Jahre alt) und ein steirisches Paar (29 und 31) wollten am Sonntag das Zimnitz-Massiv bei Bad Ischl überschreiten. Keiner von ihnen kannte die Tour, lediglich ein Bekannter hatte ihnen erklärt, dass die Route „nicht so schwer“ sei. Sie hatten deshalb auch viel zu wenig Flüssigkeit eingepackt.

Völlig erschöpft
Erst nach mehr als vier Stunden erreichte das Quintett den 1745 Meter hohen Leonsberg-Gipfel. Nach 20 Minuten Rast ging die Wanderung dann weiter zum Gartenzinken (1557 Meter). Beim Abstieg auf etwa 1000 Meter Höhe waren jedoch bereits sämtliche Wasserreserven aufgebraucht, weit und breit keine Quelle zu sehen.

Völlig erschöpft alarmierten die Wanderer die Bad Ischler Bergrettung. Vier von ihnen waren bereits so dehydriert, dass sie nicht mehr weiterkonnten. Die Retter stiegen zu ihnen auf und brachten ausreichend Wasser mit. Dann geleiteten sie die Gruppe ins Tal. Der sechsjährige Bub wurde von einem Bergretter huckepack genommen und den Wanderpfad hinabgetragen.

Jürgen Pachner/Kronen Zeitung

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