12.09.2020 15:12 |

Abzocke aufgeflogen

Slowenin sägte sich für Betrug Hand ab - Haft!

Um Geld von verschiedenen Versicherungen zu kassieren schreckte eine junge Slowenin nicht davor zurück, sich selbst schwer zu verletzen: Die 22-jährige Julija Adlesic sägte sich ihre linke Hand mit einer Kreissäge ab, um später ihre Behinderung bei verschiedenen Versicherungsunternehmen einzureichen. Die plumpe Masche flog allerdings auf, die Frau wurde zu zwei Jahren Haft verurteilt.

Den perfiden Plan schmiedete die junge Frau gemeinsam mit ihrem Freund. Sie beschlossen Anfang 2019, ihre linke Hand oberhalb des Gelenks abzuschneiden. Danach fuhren sie ins Krankenhaus und behaupteten, es habe einen Unfall gegeben, als sie Äste zersägen wollte. Den abgetrennten Körperteil ließen sie dabei zu Hause zurück - offenbar um sicherzustellen, dass der Vorfall eine bleibende Behinderung zur Folge hat.

Fünf abgeschlossene Versicherungen machten Polizei stutzig
Zum „Pech“ der Slowenin konnten die Einsatzkräfte die Hand jedoch finden und wieder annähen. Der Umstand, dass die Frau ein Jahr zuvor insgesamt fünf Versicherungen abgeschlossen hatte, die ihr im Falle eines Unfalls mehr als eine Million Euro zugesichert hätten, machte die Ermittler jedoch misstrauisch. Das Paar und der Vater ihres Freundes wurden wegen Betrugs angeklagt.

Die Anklage enthüllte vor Gericht, dass sich der Lebensgefährte von Adlesic Tage vor dem Zwischenfall im Internet informiert hatte, wie Handprothesen funktionieren. Dennoch beteuerte die Frau ihre Unschuld: „Niemand mag doch ein Krüppel sein“, argumentierte die 22-Jährige. „Meine Jugend ist zerstört worden.“

Der Richter kaufte dem angeklagten Trio die Unfallversion nicht ab: Adlesic wurde zu zwei, ihr Partner zu drei Jahren Haft verurteilt. Der Vater ihres Freundes fasste eine einjährige Bewährungsstrafe aus.

Miriam Krammer
Miriam Krammer
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