11.09.2020 15:15 |

Weniger als vorgesehen

Österreich erhält knapp 3 Mrd. Corona-Hilfen

Österreich wird nach einer Prognose der EU-Kommission weniger Zuschüsse aus dem europäischen Corona-Konjunkturprogramm bekommen als ursprünglich von der EU-Kommission vorgesehen war. 2,995 Milliarden Euro aus der sogenannten Aufbau-und Resilienzfazilität - von insgesamt 312,5 Milliarden Euro - könnten an die Alpenrepublik gehen.

Die EU-Kommission baut ihre Berechnungen auf den Beschlüssen des EU-Gipfels vom Juli auf. Kriterium für die Aufteilung von 70 Prozent der Zuschüsse aus der Aufbau- und Resilienzfazilität wird neben der Einwohnerzahl und dem Pro-Kopf-Einkommen die Arbeitslosigkeit im Zeitraum 2015-2019 sein. Bei den restlichen 30 Prozent der Mittel soll das Kriterium der Arbeitslosigkeit dann durch den Verlust der Wirtschaftsleistung in der Corona-Krise ersetzt werden. Nach dem ursprünglich geplanten Verteilungsschlüssel hätte Österreich 4,79 Milliarden Euro an Zuschüssen erhalten sollen.

22,7 Milliarden an Deutschland?
Deutschland wird nach der Prognose der EU-Kommission ein Gewinner des neuen Verteilungssystems für die Milliardenbeträge aus dem europäischen Corona-Konjunkturprogramm sein. Nach Angaben der Deutschen Presse Agentur könnte die Bundesrepublik 7,27 Prozent der Zuschüsse bekommen. Dies entspricht rund 22,7 Milliarden der insgesamt 312,5 Milliarden Euro. Nach dem ursprünglich geplanten Verteilungsschlüssel hätte Deutschland nach Zahlen der Kommission rund eine Milliarde Euro weniger erhalten sollen.

Spanien und Polen als „Verlierer“
Noch deutlich größerer Gewinner dürfte Frankreich werden. Es kann mit 37,4 Milliarden Euro und damit mit einem Plus von etwa fünf Milliarden Euro rechnen. Verlierer werden der Prognose zufolge hingegen Länder wie Spanien und Polen sein. Polen könnte rund vier Milliarden Euro weniger bekommen als nach dem alten Verteilungsschlüssel, Spanien rund drei Milliarden Euro weniger.

Paket damit 750 Milliarden Euro schwer
Auf das Konjunkturprogramm hatten sich die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Staaten im Juli bei einem Sondergipfel nach viertägigen Verhandlungen und massivem Streit geeinigt. Es umfasst noch weitere Gelder für Zuschüsse in Höhe von 77,5 Milliarden Euro. Zudem können noch Kredite in Höhe von 360 Milliarden Euro vergeben werden. Insgesamt ist das Paket damit 750 Milliarden Euro schwer.

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