„Keinerlei Schutz“

Schulkinder müssen den Gehweg mit Radlern teilen

„Der notwendige Schutz für Schulkinder ist nicht gegeben“, ärgert sich Ing. Albert Zopf. Seit dem Jahr 2018 macht er auf eine Gefahrenquelle in der Ortschaft Seefeld in Steinbach am Attersee aufmerksam. Schulkinder müssen sich mit Radfahrern den Gehweg teilen, der nur durch eine Linie von der Fahrbahn abgetrennt ist.

Bis zum Frühjahr 2017 war eigentlich alles in Ordnung. Dann wurde der erhöhte Gehsteig entlang der B152 entfernt. Fußgänger und Schulkinder, vor allem aus der nahen Kindervilla, müssen sich einen nur mit einer Markierung und Begrenzungspfählen abgetrennten Gehweg mit Radfahrern aus beiden Richtungen teilen. Der Weg wird auch von Schulklassen genützt, wenn sie von der Schulklasse zum Turnsaal bei Kindergarten gehen.

„Schutz weder für Schulkinder noch Radfahrer“
„Diese Variante stellt meines Erachtens keinerlei Schutz, weder für Schulkinder noch für Radfahrer, dar“, ist Alfred Zopf über die Untätigkeit verärgert. Denn er hat diese Gefahrenquelle bereits 2018 bei der BH Vöcklabruck gemeldet, 2019 gab es einen Lokalaugenschein mit einem Verkehrssachverständigen. Auch die „Krone“ berichtete über den gefährlichen Schulweg. Zopf: „Im Dezember teilte mir der Sachverständige mit, dass er keine Lösung für das Problem hat.“

Kontrolle blieb ohne Konsequenzen
Zumindest eine Geschwindigkeitsmessung wurde 2019 durchgeführt. Das erschreckende Ergebnis: Als Spitzenwert wurden 126 km/h gemessen, 60 bis 80 km/h und mehr im Ortsgebiet sind keine Seltenheit.

Wenn auch Sie Schulwegfallen in Oberösterreich kennen, kontaktieren Sie uns, wir zeigen diese auf. ooe@kronenzeitung.at, Kennwort „Sicherer Schulweg“.

Claudia Tröster
Claudia Tröster
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Freitag, 25. September 2020
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