Faustschlag verpasst

Tirol-Urlauber fürchtet nach Party um Augenlicht

Tirol
08.09.2020 17:00

Weil ihm ein Deutscher (26) in einem Lokal in Kitzbühel einen Faustschlag verpasst haben soll, muss ein Belgier nun um die Sehkraft an einem Auge bangen. Den Schlag streitet der nun in Innsbruck angeklagte Zahnarzt-Sohn aber ab. Der Prozess wurde vertagt.

Es war eine rauschende Party, mit der Urlauber in Kitzbühel ihre Ferien feierten. Doch plötzlich kam es zum Zwist zwischen einer Familie aus Deutschland und partyhungrigen Belgiern. „Sie haben auf einem Tisch getanzt, der schließlich zusammenbrach“, sagte der 26-Jährige, der mit Eltern und Freundin auf die Ankunft im Nobel-Skiort anstoßen wollte. 

„Plötzlich wurde meinem Vater ohne Grund die Brille vom Gesicht geschlagen.“ Gerächt habe er sich aber nicht, wie die Belgier behaupten. „Vielleicht hat er sich ja beim Sturz vom Tisch am Auge verletzt“, meinte die Freundin des Angeklagten. 

Prozess vertagt
Sollte ein Gutachter nun zum Schluss kommen, dass der Verletzte Dauerfolgen davontragen wird, droht dem Deutschen ein Schöffenverfahren und bis zu zehn Jahre Haft.

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