06.09.2020 10:00 |

AK schlägt Alarm

Mit neuem Gesetz: Einschnitte bei Wohnbeihilfe

Die Wohnkosten galoppieren in Salzburg davon. Und die Corona-Krise verschärft vor allem die Situation vieler Mieter mit sehr knappem Budget. Jetzt soll bei der Unterstützung fürs Wohnen noch zusätzlich gekürzt werden: Ab Jänner 2021 wird das Nachfolge-Gesetz der Mindestsicherung gelten. Die Arbeiterkammer sieht massive Nachteile für die Bezieher von Wohnbeihilfe.

Gerade jene, die es bitter nötig haben, zählen trotz Corona-Krise zu den Verlierern. Ab Jänner 2021 sollen in Salzburg alle Haushalte, die Wohnbeihilfe beziehen, massive Abstriche bei der Unterstützung hinnehmen müssen. Die Arbeiterkammer hat verschiedene Familien-Situationen berechnet.

Weniger Geld für Wohnbeihilfen-Bezieher
Eine Familie mit drei Kindern, wo der Vater 1650 € netto verdient und die Mutter Kindergeld in der Höhe von 436 € bezieht, wurde bisher für 1400 € Miete mit 500 € Wohnbeihilfe und 600 € Mindestsicherung unterstützt. Ab Jänner soll die Zusatzhilfe wegfallen. Verlust: 600 Euro im Monat.

Auch Alleinerzieherinnen trifft es hart: Eine zweifache Mutter mit 900 € Nettoverdienst und 500 € Unterhaltszahlungen, die 1000 € für die Miete zahlt, bekam bisher 400 € Wohnbeihilfe und noch 420 € an Aufstockung. Künftig werden es nur noch 136 € sein. Die neue Regelung beschert ihr um rund 280 € weniger im Monat.

Hintergrund ist, dass im neuen Sozialhilfeunterstützungsgesetz auch die Wohnbeihilfe als Einkommen gerechnet wird. Die geplante Anhebung des höchstzulässigen Wohnaufwandes durch das Land kann die Verluste nicht gut genug abfedern, so die Experten der Arbeiterkammer.

Außerdem soll die Hilfe in besonderen Lebenslagen eingeschränkt werden. Es war bisher ein Notanker (auch ohne Sozialhilfe-Anspruch) bei Miet- und Betriebskosten.

 Salzburg-Krone
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