06.09.2020 06:00 |

Schwitzt beim Crossfit

Laurence Rupp: „Ich bin ein Grenzgänger“

Schauspieler Laurence Rupp über Motivation, Augenchirurgie, Eitelkeiten und Thomas Muster.

„Krone“: Sie haben mich zu einer schweißtreibenden Runde Crossfit eingeladen.
Laurence Rupp: Ja, begonnen hat das vor drei Jahren mit dem Kinofilm „Cops“, als ich für die Rolle des WEGA-Offiziers irrsinnig trainiert sein musste. Aber ein normales Gym wäre mir zu langweilig gewesen, und so kam ich auf Crossfit: Ich brauche die Challenge, den Druck, dass man sich gegenseitig anspornt. Ich war immer schon ein Teamsportler.

Allein geht’s nicht?
Wenn ich Sport allein mache, fällt es mir schwer, mich selbst zu motivieren und an meine Grenzen zu gehen. Sport fängt ja erst an zu wirken, wenn man an die Grenze geht und ein bisschen darüber hinaus. Ich würde schon sagen, dass ich ein Grenzgänger bin, auch was meinen Beruf betrifft.

Wollten Sie schon immer Schauspieler werden?
Als Kind habe ich immer von einem regelmäßigen Einkommen geträumt. Mein Vater war Produktionsleiter beim Film, da gab’s Zeiten, wo wir uns alles leisten konnten, und dann gab’s wieder Zeiten, wo es knapp war. Das hat mir als Kind Sorgen bereitet. Damals wollte ich Pilot werden oder Augenchirurg. Aber dann hat’s doch mit dem Reinhardtseminar geklappt.

Jetzt sind die Sorgen weg?
(lacht) Jetzt hab ich zwar auch kein geregeltes Einkommen, aber ich kann mich nicht beschweren.

Was ist es, das Sie antreibt, zwei- bis dreimal wöchentlich Crossfit zu machen?
Ich quäle mich einfach gern, und bei Teamsport kriegt mein Kopf nicht so schnell mit, dass es mit meinem Körper schon ziemlich an die Belastbarkeitsgrenze geht. Hier spornen dich die anderen an, da fühlt sich diese Qual gut an. Ich bin einer, den ständig viele Gedanken beschäftigen, und es fällt mir oft schwer abzuschalten. Das gelingt mir beim Sport sehr gut, weil da kannst du dich auf nichts anderes konzentrieren. Der Sport holt dich in den Moment.

Sie wären die Ideal-Besetzung für ein Sportler-Biopic.
Ja, das würde mir sehr taugen! Herrmann Maier! Oder Thomas Muster! Oder Hansi Orsolic!

Was würden Sie machen, wenn ich Ihnen die Rolle eines schwer übergewichtigen Konditors in einer 30-teiligen Serie anbiete?
(lacht) Gute Frage! Sportliche Rollen bedienen natürlich die eigene Eitelkeit. Andersrum wären die Ansprüche an Drehbuch und die Bezahlung wohl um ein Vielfaches höher. Nachdenken würde ich aber darüber.

Und wie schaut´s aus mit „Tatort“-Kommissar?
Darf ich das laut sagen? (lacht) Ich liebäugle auf jeden Fall mit dem Gedanken.

Auch das bin ich, Stefan Weinberger, Kronen Zeitung

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