In Spital am Pyhrn

Schwerstarbeit in luftigen Höhen für Schutzwald

Stürme, Orkane und Käfer haben in den letzten Jahren dem Schutzwald bei Spital am Pyhrn ordentlich zugesetzt. Eine Aufforstung war wegen der zunehmenden Wetterextreme dringend erforderlich. Für die Forstarbeiter bedeutet das Schwerstarbeit im felsigen Gelände. Womöglich war sie zum Teil umsonst.

„Wir müssen hoffen, dass zumindest 50 Prozent der eingepflanzten Bäume die nächsten Tage überstehen“, fiebert Wolfgang Pinterits, Förster und Revierassistent im Forstbetrieb Steyrtal, den nächsten Tagen entgegen. Das Wetter, aber auch hungrige Wildtiere können im Nu die mühevolle Aufforstung zerstören.

Bäume als Wetterschutz
Rund 15.000 Fichten und Lärchen müssen gesetzt werden, damit die Gemeinde Spital am Pyhrn vor den immer mehr werdenden Wetterextremen geschützt bleibt. Apropos extrem: Das sind auch die Aufforstungsarbeiten in den Hochlagen: Statt auf einer weitläufigen grünen Weide, müssen die Arbeiter oft auf steilen Felswänden in rund 1500 Metern Seehöhe Hand anlegen. Und das nach einem einstündigen Fußmarsch samt Pflanzen im Gepäck.

Helis fliegen mit einer 900-Kilo-Ladung herum
Für jedes Bäumchen muss mit einem Pickel ein kleines Loch geschlagen werden. Zu Beginn der Arbeiten gestern, Donnerstag, knallte auf dem rund zehn Hektar großen Areal auch die Sonne erbarmungslos auf die Mitarbeiter nieder.

Nebel nervt
Der Wettergott hat auch mit den Heli-Piloten wenig Einsehen. In der Früh hielt sich im Bereich Rabenstein hartnäckig der Nebel. Dann gab’s doch grünes Licht. Mit einer 950-Kilogramm-Ladung Jungpflanzen ging es in die Luft. Das Abladen der „Big Bags“ mit 1500 Jungpflanzen war Maßarbeit. „Die Hubschrauber brauchen vier bis fünf Minuten, wir würden Stunden benötigen“, ist Forstarbeiter Mario Wankmüller über diese Hilfe erleichtert.

Mario Zeko, Kronen Zeitung

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Sonntag, 20. September 2020
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