"Es ist zum Haare raufen! Jedes Kind weiß, dass Erdöl zu Ende geht, immer teurer wird und riesige Umweltschäden verursacht. Wir müssen uns schnellstens von den klebrigen Fesseln des Erdöls befreien", so Georg Willi im "Krone"-Gespräch. Doch das Gegenteil sei der Fall. "Vermutlich auch deswegen, weil manche Leute einfach zu dumm sind und sich von der Erdölindustrie mit Einmalzuschüssen bis zu 3.000 Euro bei der Erneuerung einer alten Ölheizung ködern lassen", so Willi weiter.
Deswegen ist der Verkauf von Ölheizkesseln in Österreich von 2008 auf 2009 um 84 Prozent gestiegen, der Absatz von Pelletsheizungen sank hingegen um 24 Prozent. Und Tirol ist, wie der Blick auf die obige Grafik zeigt, Österreichs Spitzenreiter bei den Ölheizungen.
"Wo bleibt denn der Aufschrei unserer Wirtschaftslandesrätin?", fragt sich Willi. Durch den Kauf von fossilen Brennstoffen fließen nämlich jährlich 500 Millionen Euro an Wertschöpfung aus Tirol ab; hinzu kommt noch eine Milliarde für Treibstoffe. "Dabei hätten wir mit Pellets eine wunderbare Alternative zum Erdöl. Die werden in Tirol erzeugt, sind halb so teuer wie Öl und die Wertschöpfung bleibt im Land", zeigt Willi auf.
Und überhaupt verlangt er von der Landesregierung, dass sie dem Öl-Boom endlich einen gesetzlichen Riegel vorschiebt: "Tirol könnte mit gut gedämmten Häusern, mit dem vielen Holz, der hohen Sonneneinstrahlung, sowie der Erdwärme den gesamten Heizungsbedarf aus eigener Kraft abdecken. Dazu braucht es aber gesetzliche Rahmenbedingungen und Förderanreize", so Willi abschließend.
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