02.09.2020 06:00 |

Amtsschimmel wiehert

Strafzettel für längst abgemeldetes Fahrzeug

Peter Haubenwallner (78) versteht die Welt nicht mehr. Der Wiener verabschiedete sein Taxi vergangenen September in die Pension. Nun flatterte eine Anzeige in den Postkasten: Mit ebenjenen Kennzeichen, die er 2019 abgab, soll er Anfang März beim AKH im Parkverbot gestanden haben – der Amtsschimmel wiehert.
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Aus allen Wolken fiel Herr Haubenwallner, als er von der Anzeige erfuhr. Und dachte sich: „Das gibt’s doch nicht!“ Am 24. September 2019 legte er nach Jahrzehnten in seinem geliebten Job seinen Gewerbeschein zurück, einen Tag später gab er jene Nummerntafeln ab, die nun für Aufregung sorgen.

Unzählige Telefonate und Mails - nichts passiert
Eigentlich schon in Pension, muss sich der Landstraßer nun mit dem Amtsschimmel ärgern. Erst legte er Beschwerde beim zuständigen Magistrat ein. Wo ihm bestätigt wurde, dass sich der Polizist beim Ausstellen des Zettels wohl geirrt habe.

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Ich wurde nicht zum Vernadern erzogen. Aber bei der Strafe kriegst du einen dicken Hals. Es geht mir hier ums Prinzip.

Peter Haubenwallner im „Krone“-Gespräch

Seitdem ist, trotz unzähliger Telefonate und E-Mails, nichts passiert. Eine Lenkererhebung und eine noch teurere Strafverfügung trudelten ein.

Auch wenn er niemanden vernadern möchte, reicht es Peter Haubenwallner nun. „Es geht ums Prinzip“, so der Senior gegenüber der „Krone“. Nun hat er genug von zweideutigen Auskünften und fordert vom Magistrat, den Schlamassel auszubügeln.

Stefan Steinkogler, Kronen Zeitung

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