Gegen täglichen Stau:

Einig über Linzer Stadtbahn um 1 Milliarde Euro

„Wir sind uns einig“, betonte Landeshauptmann Thomas Stelzer. Der Schulterschluss von Land OÖ und Stadt Linz ist die Voraussetzung für die neue Stadtbahn (S6 und S7) samt zweier O-Bus-Achsen, die neuen Schwung in den stockenden Innenstadtverkehr bringen sollen. Gemeinsam will man nun an den Bund mit den Verkehrsplänen herantreten. In der Kernzone mit der Erweiterung nach Gallneukirchen wird das Vorhaben 600 Millionen Euro kosten, der große Endausbau gar 1 Milliarde Euro. Land und Stadt allein können das nicht stemmen.

Linz gilt als stärkster Industriestandort in Österreich, es gibt 220. 000 Arbeitsplätze, täglich pendelt die Hälfte der Arbeitnehmer von Umlandgemeinden ein. Man spricht sogar von 300.000 Fahrten täglich über die Stadtgrenze. Die neue Stadtbahn soll einerseits als überregionale Anbindungslinie der Regionen an die Kernzone fungieren. Andererseits soll sie die Stadtteile rasch verbinden, so will man innerhalb der Kernzone etwa vom Hauptbahnhof bis zur Uni-Klinik in wenigen Minuten kommen oder vom Hauptbahnhof die Uni in Linz-Auhof in 15 Minuten erreichen.

Über die Dimension, ja sogar über die Trasse sind sich alle Parteien soweit einig, auch eine Kostenschätzung liegt vor: 600 Millionen Euro für den Bau der Linien in der Kernzone, einschließlich der Anbindung von Gallneukirchen und Pregarten. Da man im Endausbau auch die Lilo Linzer Lokalbahn einbinden will, die Staßenbahn nach Kremsdorf und Nettingsdorf bringen möchte, würde noch rund eine halbe Milliarde dazukommen. In Summe soll die Mobilitätsoffensive, die von der Politik auch als „Meilenstein für Klimaschutz“ beschrieben wird, eine Milliarde Euro kosten.

Noch kein Zeitplan
Wann es die neue Stadtbahn aber tatsächlich geben wird, ist noch ungewiss. Erst jetzt nach dem Schulterschluss will man gemeinsam bei Verkehrsministerin Leonore Gewessler vorsprechen, denn ohne Bundesmittel sei das Vorhaben nicht zu stemmen. Man sieht sich aber im Recht, auch bei U-Bahn-Bauten habe sich der Bund mit 50 Prozent oder mehr beteiligt.

Elisabeth Rathenböck, Kronen Zeitung

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Sonntag, 28. November 2021
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