Wärter wussten es
Paraguay: Kinderpornos in Gefängnis gedreht
Die Bande missbrauchte Minderjährige und filmte die Taten mit einer Digitalkamera. Über den Gefängnis-Computer wurde das Material dann im Internet verbreitet. Daher gehen die Ermittler davon aus, dass auch die Wärter von den Vorgängen gewusst haben müssen. Möglicherweise waren einige von ihnen sogar an den pädophilen Handlungen beteiligt. Der Gefängnisleiter wurde bereits entlassen, ob gegen ihn auch ein Strafverfahren eingeleitet wird, ist im Moment noch unklar.
Über Facebook kontaktiert
Aufgeflogen ist die Bande den Angaben der Staatsanwaltschaft zufolge, weil drei Mädchen gemeldet hatten, dass sie von Gefangenen über das Online-Netzwerk Facebook kontaktiert und anschließend sie und ihre Familien bedroht worden seien. Die Beschuldigten hätten über den Internetdienst Google Earth sogar herausgefunden, wo genau die Mädchen wohnten. Die Gefängnis-Computer hätten für die meisten Online-Angebote eigentlich gesperrt sein sollen, aber die Anstaltsleitung räumte ein, dass die Gefangenen wohl die Sicherheitscodes geknackt hätten.
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