55 Prozent der Betriebe in Niederösterreich wollten heuer investieren. Das war im ersten Quartal des Jahres. Eine neue Umfrage zeigt allerdings ein ernüchterndes Bild: Nur noch ein Viertel der Unternehmen sind bereit (oder in der Lage), heuer Geld für Neuerungen in die Hand zu nehmen. Die Standesvertretung schlägt Alarm.
„Wir dürfen auch in Coronazeiten nicht auf schlankere Bürokratie für Unternehmen vergessen.“ Jochen Flicker, neuer Obmann für Gewerbe und Handwerk in der Wirtschaftskammer in Niederösterreich, drängt auf Befreiung der Betriebe von unnötigem Verwaltungsaufwand und ebensolcher Schreibarbeit: „Alles, was die Firmen gerade jetzt entlastet, ist doppelt wertvoll.“
Denn in den vergangenen Krisenmonaten hat die Bereitschaft der Unternehmer, für Innovationen Geld in die Hand zu nehmen, spürbar abgenommen. Wollten das bis zum März noch mehr als die Hälfte tun, ist es jetzt nur noch ein Viertel. Die Hauptgründe neben den unsicheren Coronazeiten: Steuerbelastung sowie Bürokratie. „Letztere kostet unsere Betriebe 389 Millionen Euro und 8,4 Millionen Arbeitsstunden im Jahr“, klagt Flicker.
Der Spartenobmann fordert daher gerade jetzt Investitionsanreize für heimische Firmen und das Ende bürokratischer Hemmnisse.
Christoph Weisgram, Kronen Zeitung
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