04.08.2020 13:00 |

Fußball

„Pepis“ neuer Auftrag startet mit brisantem Duell

Über 60 Bundesliga-Partien bestritt Routinier „Pepi“ Strobl einst für den SV Grödig, nun wagt er just bei Underdog Kuchl einen Neustart. Und der trifft zum Auftakt der neuen Saison ausgerechnet auf Strobls letzten Klub SAK. Wo er wie alle anderen Spieler im Frühjahr entlassen wurde. Seine Gedanken zum Auftaktgegner, zu Corona und zum Top-Favoriten FC Pinzgau.

Tirol und Vorarlberg haben den Regionalliga-Start hinter sich – in Salzburg geht es am Wochenende aus der langen, langen Corona-Pause.

Auch für Robert „Pepi“ Strobl, einer der interessantesten Transfers in diesem Sommer. Der 34-Jährige, der 64 Bundesliga-Partien für Grödig und knapp 120 in der 2. Liga (Grödig, Hartberg) in den Beinen hat, verließ den SAK und wagte bei Regionalliga-Konkurrent Kuchl einen Neustart. Das sorgte für einiges Aufsehen. „Auch ich habe Anrufe bekommen. Und einer hat gemeint: Was willst du bei einem mittelmäßigen oder eher schlechten Verein?“

Kuchl gewinnt viel Erfahrung dazu
Das sieht der Routinier freilich anders. „Sie waren im Vorjahr in der Regionalliga mit der jüngsten Mannschaft Neunter, haben nun mit mir und Christoph Hübl Erfahrung dazugewonnen. Außerdem wollten sie mich haben. Da ich in der Nähe in Rif wohne, gab’s für mich keinen Grund, auf etwas zu warten.“ Zumal das Kapitel SAK doch recht merkwürdig zu Ende ging – mit einer Entlassung aller Spieler.

Keine Klage gegen SAK
„Das war ungeschickt vom Verein. Aber ich bin trotzdem im Guten gegangen, habe auf eine Klage verzichtet.“ Dennoch ist es brisant, dass es Samstag ausgerechnet daheim gegen den SAK losgeht. „Durchaus, aber das ist nun ja eine komplett andere Mannschaft.“

Generell rechnet er heuer mit einer viel ausgeglicheneren Regionalliga Salzburg. Und Favorit FC Pinzgau? „Ist sicher nicht schlecht aufgestellt, aber ob sie so stark wie im Vorjahr sind, wird man erst sehen.“

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Der FC Pinzgau ist sicher nicht schlecht aufgestellt, aber ob sie so stark wie im Vorjahr sind, wird man erst sehen

Kuchls Neuzugang, Routinier Robert Strobl

Sehen wird man auch erst, wie stark das Thema Corona den Amateurfußball beeinflusst. „Natürlich ist das auch bei uns hin und wieder Thema. Man weiß halt nie, ich hoffe das Beste. Den ersten Runden steht einmal nix im Weg.“ Auch in Kuchl nimmt man im Training Rücksicht. „Wir sind in den Kabinen aufgesplittet. Und wenn bei Besprechungen alle in der Kabine sind, dann tragen wir Maske.“ Ungewöhnlich, aber es sollte das geringste Übel sein – wenn im außergewöhnlichen Fußball-Jahr sonst nichts passiert.

Herbert Struber
Herbert Struber
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