Nach Angaben von Norbert Schwendinger vom Landeskriminalamt deutet alles darauf hin, dass beide Ehegatten durch Schüsse aus der Pistole des 68-Jährigen zu Tode gekommen sind. "Die Waffe ist registriert, der Mann hat legal über sie verfügt", erklärte der Ermittler. Die Handfeuerwaffe wurde neben der Leiche des 68-Jährigen gefunden. Die leblosen Körper wurden im Bereich der Küche entdeckt, Handgreiflichkeiten hatte es vor den tödlichen Schüssen offenbar keine gegeben. Man sei auf keine Verwüstungen gestoßen, so Schwendinger.
Ersten Erkenntnissen zufolge dürfte sich die Tragödie höchstwahrscheinlich bereits am 7. oder 8. September zugetragen haben. Eine Obduktion soll Aufschluss über den genauen Zeitpunkt der Bluttat geben und definitiv bestätigen, dass es sich um Mord und Suizid handelt. Zweifel daran gibt es laut Schwendinger keine. "Wir haben keine Anhaltspunkte, dass es anders sein könnte", sagte der Kriminalbeamte. Die "Auffindungssituation" sei eindeutig gewesen.
Die Hintergründe der Tat beschrieb Schwendinger mit "familiären Problemen". Offenbar sei es in letzter Zeit häufiger zu Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Paar gekommen, das erst seit knapp einem Jahr verheiratet war. Grundsätzlich seien die Leute aber als ruhig beschrieben worden, im Umfeld der Eheleute habe niemand erwartet, dass die Situation in dieser Form eskalieren könnte.
Entdeckt wurden die Leichen von der Polizei. Nachdem der 68-Jährige und seine Frau während Tagen hinweg nicht mehr gesehen worden waren und sich die Post vor der Haustüre stapelte, alarmierten aufmerksame Personen aus der Umgebung die Sicherheitskräfte.
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