Merkwürdiger Sager
Kaczynski: “Liberale schuld an Absturz-Katastrophe”
Bei dem Absturz waren am 10. April bei Smolensk in West-Russland der damalige Präsident und Kaczynski-Bruder Lech, dessen Frau Maria und 94 andere prominente Politiker, Militärs und Geistliche ums Leben gekommen. Die Maschine war beim Landeversuch im dichten Nebel auf den Boden gestürzt und zerschellt. Die polnische Delegation war auf dem Weg nach Katyn, wo sie 1940 vom sowjetischen Geheimdienst erschossene polnische Offiziere würdigen wollte.
Jaroslaw Kaczynski beschuldigte das Regierungslager um Tusk, gegen das konservative Staatsoberhaupt jahrelang einen Propaganda-Krieg geführt zu haben, um den politischen Gegner zu diskreditieren. Tusk habe zudem mit Russland zusammengearbeitet, um die Reise des Präsidenten nach Katyn zu verhindern, behauptete der Oppositionschef. Deshalb hätten zwei separate Reisen organisiert werden müssen. Tusk gedachte der Kriegsopfer am 7. April, Lech Kaczynski flog drei Tage später dorthin. Wenn es nur einen Flug gegeben hätte, wäre es zu dieser Katastrophe nicht gekommen, sagte Jaroslaw Kaczynski. Als sein Zwillingsbruder bei Smolensk landete, sei der Flughafen in einem desolaten Zustand gewesen.
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