Früher war alles besser. Auch bei dem Tiroler Unternehmer-Ehepaar und der Firma "DAN". Das Pärchen war ein Handelspartner des Küchen-Konzerns. Man unterhielt eine große Filiale an der Stadt-Peripherie. Irgendwann wurden die Umsätze weniger und der Konkurs drohte. Der Grund war nicht etwa mangelndes Verkaufs-Talent, sondern dass "DAN" im Einzugsgebiet Fremd-Firmen mit denselben Produkten belieferte - zu besseren Konditionen. Sprich: Die Kunden konnten die teuren Küchen, die es im Küchen-Studio des Ehepaars gab, ein paar Meter entfernt billiger erwerben.
Das Pärchen wollte den Vertrag ändern: "Wir haben der DAN-Chefin angeboten, mehrere Küchen-Marken unter einem Dach zu führen, doch das wollte DAN nicht. Man bestand auf den Exklusiv-Verkauf", so die Unternehmerin, die nun von "DAN" wegen Erpressung und Betrug angezeigt wurde.
Das Geschäft ging in die "Binsen". Das Ehepaar forderte noch Geld für Werbeauslagen und dergleichen ein. Bei "DAN" glich dieses Ansuchen aber einer Erpressung: "Die Frau hatte wichtige Firmen-Daten auf einer CD gespeichert. Sie drohte mit der Veröffentlichung, wenn DAN nicht 500.000 Euro zahlen würde", so die DAN-Chefin. "Stimmt nicht", so die Angeklagte. Beweise für die Erpressung gibt es nicht.
Zudem soll das Pärchen Material-Schäden, die bei Küchen-Montagen passiert sein sollen, als Produktionsmängel deklariert haben. Das wäre Betrug, doch auch hier haben "DAN" und Staatsanwaltschaft keine objektiven Beweise! Vertagt.
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