Die Kosten für Pflege würden weiter steigen, zeigte sich Platter überzeugt. In den letzten zehn Jahren habe es eine Steigerung um ein Drittel gegeben. In ganz Österreich gebe es 355.000 Pflegebedürftige. Im Hinblick darauf sei die Errichtung eines Pflegefonds auf Bundesebene nötig.
Eine klare Absage erteilte Platter der Wiedereinführung des Kinderregresses (erwachsene Kinder mussten für ihre Eltern mitzahlen, wenn diese im Alters- oder Pflegeheim untergebracht waren, Anm.). Er denke nicht daran, das zu machen, "mit Sicherheit nicht", sagte Platter. In Tirol hatte es zuletzt dafür einen Vorstoß des Gemeindeverbandes gegeben.
Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg betonte, dass die Pflege in Heimen am teuersten sei. Daher müssten Strukturen vor Ort unterstützt und ausgebaut werden. Dazu zähle eine Aufwertung des Hausarztes, es werde in Tirol auch die Gemeindekrankenschwester wieder kommen. Unter dem Stichwort "Integrierte Versorgung" seien häusliche Pflege, Spitäler und Heime zu vernetzen. Die "Kümmerer" seien dabei die mobilen Dienste.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.