Welcome Back

Ma$e mit neuem Album “Welcome Back”

Musik
02.09.2004 15:58
Nach seinem 1997 mit vierfach Platin ausgezeichnetem Album "Harlem World" wurde es still um US-Rapper Ma$e, der sich damals lieber Gott zuwandte und Priester wurde. Sieben Jahre später meldet sich Ma$e mit "Welcome Back" zurück und präsentiert einen sonnigen Longplayer für Freunde clubbiger Beats und Reime.
kmm
Pastor Mason "Ma$e" Betha hat offensichtlichgenug von seiner Jugendarbeit und fröhnt lieber wieder seinerLieblingsbeschäftigung, dem Rappen. Mit "Welcome Back" legtP. Diddys Schützling jetzt ein fröhliches Gute-Laune-Albumhin, dass die Beine sicherlich zum Tanzen bringen wird. Ob dieWelt auf dieses Album gewartet hat, ist ein anderes Thema.
 
Eins vorweg: Ma$e rappt noch immer mit einer unglaublicheinschläfernden, monotonen Stimme. Das beherrscht er zwargut und entwickelt dadurch auch einen eigenen Charme, aber wirklichmitreißen tut er damit auch niemanden. Positiv anzumerkenist, dass Ma$e auf übliches Gangsta-Gehabe verzichtet undstattdessen lieber durchweg positive Stimmung und Inhalte vermittelt- wahrscheinlich ein Relikt aus seiner Zeit als Priester. Damitdie Friede-Freude-Eierkuchen-Stimmung so richtig aufkommt, dürfennatürlich weder sanfte R'n'B-Hooks noch ein paar Kinderchörefehlen. 
 
Musikalisch geht es nicht weniger fröhlichzu. Selbst "Gotta Survive", eine im Ansatz düster und energiegeladeneNummer, erstickt spätestens beim Refrain wieder in gesungenerGlückseligkeit. Ebenso positiv "My Harlem Lullaby", einerCover-Version von Madonnas "La Isla Bonita", das zweifelsohneein Party-Highlight dieses Albums ist. Gefühlvoll zeigt sichMa$e, begleitet von Rasheed, der stark nach Michael Jackson klingt,auf dem balladesken "The Love You Need".
 
"Welcome Back" ist sicher kein schlechtes Album,allerdings weiß es auch nicht wirklich zu überzeugenund bietet nichts neues in Sachen Hip Hop - das machen auch diesenervigen Klatsch-Sounds, bekannt aus den billigen Keyboards der80er Jahre, deutlich, die bei dreiviertel aller Lieder zum Einsatzkommen.
 
Fazit: 5 von 10 priesterlichen Punkten
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