11.07.2020 07:00 |

Steirischer Optimismus

Der Tourismus-Sommer ist noch nicht verloren

Die Tourismus-Rekorde der vergangenen Jahre wird die Steiermark heuer nicht erreichen. Mit dem neuen Trend zur Sommerfrische könnte die Saison aber doch noch ein gutes Ende finden.

Der zweite Formel-1-Grand Prix in Spielberg steht vor der Tür. Normalerweise sorgt ein Rennen der Königsklasse in der Kernregion um den Ring für 80.000 Nächtigungen. Heuer werden es laut Prognosen maximal 25.000 sein, wenn überhaupt. Ein Wermutstropfen, doch generell ist die Tourismusbranche für den Sommer im „Corona-Jahr“ zuversichtlich.

Optimistische Bilanz
„Es läuft nämlich gut!“, zieht Boss Erich Neuhold optimistische Bilanz. „Freilich sind die Vorjahreszahlen nicht zu erreichen, da ja der gesamte Mai ausgefallen ist. Aber für die Sommermonate Juli und August haben wir mehr Nachfrage als in den Jahren davor.“ Zum einen halten uns die Stammgäste die Treue, „aber es kommen auch ganz viele neue Feriengäste dazu. Beides ist für uns erfreulich.“

Zweiter Punkt: „Bislang war der Trend, dass immer kurzfristiger gebucht wird, und sich die Aufenthaltsdauer verkürzt. Heuer erleben wir, was wir beinahe nicht mehr kannten: Viele Urlauber bleiben zwei, drei Wochen lang, machen eine richtige Sommerfrische, so wie es früher üblich war“, berichtet Neuhold.

Sypathische Werbekampagne
Weil heuer weniger ausländische Gäste kommen, steht die Steiermark - wie die anderen Bundesländer - unter Druck, sich die heimischen Gäste zu „sichern“ und in die Grüne Mark zu locken. Man preschte mit einer Kampagne vor, die gewaltig gut ankommt. Laut einer Umfrage des Focus-Instituts zu aktuellen TV-Spots holte sich Steiermark Tourismus in zwei Kategorien den Sieg, hat den „ansprechendsten“ und „sympathischesten“ Spot.

In der Gesamtwertung liegt man unter den besten 10. Neuhold: „Das ist schon etwas Besonders. Schließlich sind mit Billa, Palmers, Raiffeisen ,Big Player‘ darunter, die ganz andere finanzielle Mittel haben.“ Neben der Steiermark schaffte das nur das Salzburgerland. Neuhold ist zuversichtlich, dass man für die Sommermonate auf 70 Prozent der Nächtigungen aus dem Vorjahr kommt. Und das ist, angesichts der Umstände und Prognosen, beachtlich.

Christa Bluemel
Christa Bluemel
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