Stress für Bergretter

Der Traunstein wird heuer regelrecht gestürmt

Der Traunstein wird gestürmt – und zwar von solchen Massen, dass selbst den viel Trubel gewohnten Gmundner Bergrettern die Spucke wegbleibt. Mitschuld am Ansturm ist die Corona-Krise, weil es an Alternativen mangelt. Und die Pandemie torpedierte auch das 100-Jahre-Jubiläum der „Alpinen Rettungsstelle“. Die Feiern sollen im kommenden Jahr nachgeholt werden.

1920 wurde in Gmunden eine „Alpine Rettungsstelle“ gegründet – die Geburtsstunde der Gmundner Bergrettung vor genau 100 Jahren. Dieses nicht alltägliche Jubiläum hätte, so Ortsstellenleiter Bernhard Ebner, heuer mit einer Schauübung, einem Festabend und der Herausgabe einer Festschrift gebührend begangen werden sollen. Aber durch die Corona-Pandemie ist niemandem zum Feiern zumute. Die Gmundner Bergretter hoffen, die geplanten Aktivitäten im kommenden Jahr nachholen zu können.

Wieder 2 Tote am Berg
Interessant die Jahresbilanz: Wieder waren mit dem Absturz von Peter P. (37) am 24. Februar am Mair-Alm-Steig und mit Anton K. (59) am 25. Mai in der „Grünen Gasse“ am Hochkamp zwei Todesopfer am Traunstein zu beklagen. Herausfordernd waren für die Bergretter auch der nächtliche Abtransport eines Blitzschlagopfers am Hernlersteig und die Nachtbergung eines Erschöpften vom Naturfreundesteig.

„So etwas noch nie erlebt“
Insgesamt mussten die Gmundner im Vorjahr zu 45 Einsätzen ausrücken, oft von Hubschraubern unterstützt. Und heuer wird es eher mehr als weniger Einsätze geben, befürchtet Ortsstellenleiter Wolfgang Ebner: „Der Traunstein wird regelrecht gestürmt. Solche Massen sind einfach zu viel. So einen gewaltigen Andrang wie dieses Jahr hab’ ich überhaupt noch nie erlebt.“

Christoph Gantner
Christoph Gantner
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Samstag, 08. August 2020
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