Bankomat-Coup

Täter flüchten mit 200.000 Euro – Insider-Job möglich

Niederösterreich
04.09.2010 16:55
Die Ermittlungen nach dem Coup mit "Knalleffekt" (siehe Infobox) in Niederösterreich laufen auf Hochtouren. Mittels "Gasbombe" wurde nicht nur ein Bankomat, sondern auch gleich die ganze Raika-Filiale mit in die Luft gesprengt. Das Gerät war nicht einmal 48 Stunden vorher mit 225.000 Euro prall gefüllt worden – ein Insider-Job?

Bisher ist von den Tätern nicht viel bekannt. Nach dem gewaltigen Knall am Freitagmorgen kurz nach 3 Uhr hatten Zeugen nur zwei Autos davonrasen sehen. Und auf der Videoüberwachung sind zwei Verbrecher mit Jeans, dunkler Bekleidung sowie Sturmhauben zu sehen. Das Duo stürmte nach der Explosion in das Bankfoyer und nahm die Geldlade des Bankomaten mit.

Die Exekutive bittet um Hinweise unter der Telefonnummer 059133/303333.

Da das Gerät erst am Mittwoch gefüllt wurde, gehen die Ermittler des Landeskriminalamtes von bis zu 200.000 Euro Beute aus. Der Sachschaden dürfte freilich noch viel höher sein. Indes haben die Spezialisten der Tatortgruppe alle gesammelten Spuren ins Labor geschickt. Die DNA-Auswertungen werden etwa zwei Wochen dauern. Ob es einen Treffer – sprich, ob die Täter im Polizeicomputer gespeichert sind – gibt, wird sich dann zeigen.

von Christoph Budin, Kronen Zeitung

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