Eine bisher doch eher seltene Koalition macht jetzt in der Wienerwald-Gemeinde gegen die Tariferhöhungen für Wasser und Kanal mobil. Geschlossen fordern Bürgerliste, SP und FP: "Finger weg von den Geldbörsen der Bürger!" Für die Versorgung mit kühlem Nass sollen die Bewohner um acht, für die Entsorgung um 20 Prozent mehr zahlen. "Die Wasserzähler werden sogar um 35 Prozent teurer", wettern die Gegner der Ortsregierung.
Für VP-Bürgermeister Josef Schmidl-Haberleitner ist die Anhebung der Abgaben eine längst fällige Anpassung: "Die Höhe der Kanalgebühr war seit zehn Jahren gleich." Im Bereich der Wasserversorgung seien zudem Investitionen nötig. "Das Leitungsnetz muss an vielen Stellen erneuert werden, um enorme Sickerverluste zu verhindern", erklärt der Ortschef.
Die Opposition beantragt nun die Rücknahme der Tariferhöhungen: "Stattdessen sollte bei den Repräsentationskosten gespart werden!"
von Christoph Weisgram, Kronen Zeitung
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