117 Feuerwehren:

Nach Hitze kam Flut: So viel Regen wie in 14 Tagen

„Zuerst arbeiteten die Kameraden die Einsätze ab, dann mussten sie zum Teil daheim die eigenen Keller auspumpen“ – Stefan Buchner, Kommandant der FF Zell am Moos, ist voll des Lobes für seine Leute. Denn nach dem Hitze-Sonntag gingen die Himmelsschleusen auf, es regnete teilweise so viel wie sonst in 14 Tagen.

Der Starkregen war angekündigt, aber im Innviertel – und da besonders in St. Pantaleon sowie in Zell am Moos im Mondseeland – schüttete es ab 21 Uhr derart, dass es binnen kürzester Zeit „Land unter“ hieß. Bis zu 75 Millimeter Niederschlag fielen in nur wenigen Stunden – soviel wie sonst in zwei Juniwochen.

200 nächtliche Einsätze
„Wir verzeichneten rund 200 Einsätze in der Nacht, davon 160 wegen Überschwemmungen, der Rest betraf Blitzschläge oder umgestürzte Bäume“, berichtet Markus Voglhuber vom Landesfeuerwehrkommando Oberösterreich. Ein Ausläufer der Gewitterzelle erwischte auch noch die Gemeinde Tiefgraben im Mondseeland.

Blitz schlug in Mehrzweckhalle ein
„Einige Kilometer weiter regnete es zwar auch noch stark, und einige Überflutungen wurden gemeldet, aber weit nicht so schlimm, wie in den Epizentren“, so Voglhuber. Allein in St. Pantaleon, wo ein Blitz in die Mehrzweckhalle eingeschlagen hatte, und in Zell am Moos mussten 120 Einsätze abgearbeitet werden.

Weniger Gewitter als sonst
Trotz dieser Gewitternacht, in der über OÖ vom Ortungssystem „aldis“ fast 500 Blitze gezählt wurden, wird dieser Juni der gewitterärmste der vergangenen 30 Jahre. Nur 1055 Blitze wurden registriert. „Durch die dichte Bewölkung im Juni konnte die Sonne den Boden nicht aufheizen, damit gab es weniger Verdunstung, die zu Wolken und Gewittern führt“, erklärt Josef Haslhofer von der ZAMG. Da der Boden nass ist, droht nach Hitzetagen immer Gewittergefahr.

M. Schütz, Kronen Zeitung

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