Zeichen für Toleranz

Hauptstadt zeigt jetzt Flagge

Niederösterreich
12.06.2020 17:00
Ein klares Zeichen für Gleichstellung, Vielfalt und Sichtbarkeit wird nun auch in der Landeshauptstadt gesetzt. Bereits ab Montag soll, wie es VP-Gemeinderat Florian Krumböck noch am Wochenende in der „Krone“ gefordert hatte, die bunte Regenbogenfahne am Rathaus gehisst werden. Während die SP-Mehrheitsfraktion also klar Farbe bekennt, hält die FP das Zeichen indes für „deplatziert“.

In Klosterneuburg machte es der VP-Stadtchef Stefan Schmuckenschlager mit den mitregierenden Neos vor. Jetzt zog auch die Landeshauptstadt nach und hisst ab Montag die Regenbogenfahne am Rathaus. „In St. Pölten ist kein Platz für Ausgrenzung und Diskriminierung. Wir stehen an der Seite aller Menschen und für ein friedliches und selbstbestimmtes Zusammenleben“, gibt Bürgermeister Matthias Stadler (SP) ein klares Bekenntnis ab. Das wiederum sehr zur Freude von VP-Gemeinderat Florian Krumböck, der das Hissen der Fahne als Erster vorschlug.

Er meint: „Dass man auf meine Forderung eingeht, ist ein starkes Zeichen. Offiziell gezeigt zu bekommen, dass man okay ist, egal, wer man ist und wen man liebt, ist eine große Geste!“

Ganz anders sieht man das bei der FP, die bei so viel bunt offenbar rotsieht. So fordern die beiden freiheitlichen Stadträte Klaus Otzelberger und Martin Antauer in einer Aussendung nun auch eine eigene Fahne für „normale“ Menschen, die „keinen Anspruch auf ihre Besonderheit stellen“.

„Zum Glück“, entgegnet man dazu kopfschüttelnd in den Reihen der anderen Stadt-Parteien, „gibt es ja ohnehin nur einen Fahnenmast an unserem Rathaus!“

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