Bangen um Schulen

Finanzkrise in Wr. Neustadt: Bund soll einspringen

Niederösterreich
24.08.2010 16:54
Dem rigorosen Sparkurs könnten in Wiener Neustadt drei Schulen zum Opfer fallen. Weil Finanzmittel knapp sind, droht den städtischen Lehranstalten für Mode, wirtschaftliche Berufe und Kindergärtnerinnen das Aus. Eltern und Lehrer kündigen Proteste an. Bürgermeister Müller: "Wir wollen die Schulen dem Bund übergeben."

Ein Loch von knapp einer halben Million Euro reißt die Erhaltung der drei Bildungsstätten jedes Jahr ins Stadtbudget. "Seit 2004 bemühen wir uns daher um eine Übernahme der Schulen durch den Bund", hieß es im Rathaus. Da diese Verhandlungen bisher in Sand verlaufen sind, will man jetzt Druck machen.

Mahnwache besorgter Eltern geplant
Am Freitag soll im Gemeinderat eine "Galgenfrist" für die Lehranstalten beschlossen werden: Entweder steigt das Ministerium ab Herbst 2011 ein, oder das Schicksal der Bildungsstätten ist besiegelt. "Auch in diesem Fall können alle Schüler die Ausbildung abschließen", betonte Stadtchef Bernhard Müller.

Erstklassler werden dann jedoch keine mehr aufgenommen, die Schulen innerhalb von fünf Jahren zugesperrt. Besorgte Eltern und Lehrer wollen eine Mahnwache abhalten, während das Stadtparlament tagt. Treffpunkt ist am Freitag um 13.30 Uhr vor dem Rathaus.

von Christoph Weisgram, Kronen Zeitung

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