28.05.2020 16:51 |

Zwei-Meter-Abstand

Fitnessstudios öffnen ohne Zugangsbeschränkungen

Ab Freitag darf nach einer zweieinhalbmonatigen Corona-bedingten Pause in den heimischen Fitnessstudios wieder trainiert werden. Während es unmittelbar vor dem Lockdown Mitte März wegen einer möglichen Infektionsgefahr mit SARS-CoV-2 noch Zutrittsbeschränkungen gegeben hatte, sind solche nach derzeitigem Stand grundsätzlich nicht vorgesehen.

Hinsichtlich Personenbeschränkungen bei Sportstätten heißt es auf der Homepage des Gesundheitsministeriums ausdrücklich, es gebe „keine solche Regelung“. Möglich wäre, dass stark frequentierte Studios eigenverantwortlich von sich aus entsprechende Vorkehrungen ergreifen. Dass es Besucherlimits geben könnte, deutete am Donnerstagnachmittag die Fitnessstudio-Kette FitInn an, die in Österreich 43 Standorte betreibt.

Mitarbeiter müssen Schutzmaske tragen
Fest steht, dass beim Betreten und Verlassen von Fitnesscentern und in der Garderobe verpflichtend ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden muss. Beim Umziehen und beim Trainieren ist ein Zwei-Meter-Abstand zu anderen Sportlern einzuhalten. Mitarbeiter müssen Mund-Nasen-Schutzvorrichtungen durchgehend tragen, Kunden können beim Trainieren darauf verzichten. „Wer will, kann beim Sport freiwillig eine MNS-Maske benützen“, bekräftigte ein Mitarbeiter des Fitnesscenters John Harris am Wiener Schillerplatz auf APA-Anfrage. Der Wellnessbereich und die Nasszellen stünden uneingeschränkt zur Verfügung: „Auf Handhygiene und regelmäßiges Händewaschen ist dringend zu achten.“

Abstand einhalten: Einige Studios haben Geräte reduziert
Um ausreichenden Abstand zu gewährleisten, haben die meisten Fitnessstudios vor dem Wiederaufsperren Trainingsgeräte entfernt bzw. deren Standort verändert. So steht im FitInn am Wiener Rathausplatz im Cardio-Bereich nur jedes zweite Gerät zur Verfügung. Die überzähligen Laufbänder, Ergometer, Crosstrainer und Rudergeräte wurden als derzeit nicht benutzbar gekennzeichnet, zeigte sich bei einem Lokalaugenschein am Donnerstag.

1,1 Millionen Österreicher sind Mitglieder in Fitnessstudios
Über 1200 Fitnessstudios gibt es in Österreich, rund zwei Drittel davon allein in der Bundeshauptstadt. Die Branche hat 2018 einen Umsatz von 554 Millionen Euro erwirtschaftet. Fast 1,1 Millionen Österreicher sind als Mitglieder in Fitnessstudios eingeschrieben, das sind 12,3 Prozent der Bevölkerung. Im Durchschnitt kostet eine Mitgliedschaft der Wirtschaftskammer Österreich zufolge im Monat 43 Euro.

Einige Studios sperren erst im Herbst auf
Nicht jedes Studio öffnet vor Pfingsten die Pforten. Der Premium-Anbieter Holmes Place startet erst mit 1. Juni den Betrieb. Der Club Danube - seit 1983 am Markt und damit einer der ältesten Anbieter in Wien - sperrt vorerst überhaupt nur den Standort an der Alten Donau wieder auf. Die Studios in Erdberg und Ottakring bleiben dagegen bis September geschlossen. Ihr Betrieb in den Sommermonaten wäre „wirtschaftlich nicht sinnvoll“, heißt es auf der Homepage.

Aufregung gab es Anfang Mai um Fitnessclub-Besitzer Christoph Haider, der in einem Video angekündigt hatte, sein Studio in Amstetten trotz Verbots aufsperren zu wollen. Geworden ist aus der Ankündigung nach einem persönlichen Telefonat mit Bundeskanzler Sebastian Kurz schließlich nichts.

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