Tennis-Fan Prohaska

„Serve and Volley geht sich bei mir nicht aus“

Tennis
17.09.2026 10:50

Herbert Prohaska fehlt beim Davis-Cup-Duell Österreichs gegen Belgien – Tennis bleibt für das Austria-Idol trotzdem die große Nummer zwei hinter dem Fußball. Mit der „Krone“ sprach „Schneckerl“ über Erinnerungen ans Happel-Stadion, Doppel mit Freunden und seine Einschätzung zu den rot-weiß-roten Chancen.

Wenn morgen am WAC-Platz im Wiener Prater der erste Aufschlag im Davis-Cup-Duell zwischen Österreich und Belgien erfolgt, fehlt ein prominenter Fan auf der Tribüne: Herbert Prohaska. 

„Ich habe leider Termine, wäre sehr gerne dabei gewesen“, verrät Österreichs Jahrhundert-Fußballer der „Krone“ im Rahmen des „Gelb Rot – der Fußball Talk“.

v.l.n.r.: Jürgen Melzer, Hannes Steiner, Herbert Prohaska, Kurt Garger, Richard Grasl.
v.l.n.r.: Jürgen Melzer, Hannes Steiner, Herbert Prohaska, Kurt Garger, Richard Grasl.(Bild: zVg)

„Verlierer beim Essen häkln“
Denn Tennis ist für den 71-Jährigen seit Jahrzehnten die große Nummer zwei hinter dem Fußball. „Für mich war es immer der richtige Ausgleichssport. Ich werde zwar von Jahr zu Jahr schlechter, bin aber noch immer begeistert.“ 

Am liebsten steht „Schneckerl“ im Doppel am Platz. Wenn es sich ausgeht, trifft er sich am WAC auch montags mit alten Weggefährten wie Franz Hasil, Roman Stary, Franz Blizenec oder Hans Huber. Dabei zählt vor allem eines: der Spaß. „Es geht darum zu gewinnen, damit man die Verlierer beim Essen danach häkeln kann.“ 

Sein eigenes Tennis? Da bleibt Prohaska gewohnt ehrlich. „Serve and Volley geht sich nicht aus. Bei meiner Aufschlag-Geschwindigkeit kann man die Schrift am Ball lesen.“ Und auch an den eigenen Fehlern hat sich wenig geändert: „Ich mache noch immer die gleichen wie vor 30 Jahren.“

„Schneckerl“ hofft auf Spektakel
Dass der Davis Cup wieder in Wien Station macht, weckt beim Austria-Idol Erinnerungen an große Tennis-Abende. „Ich kann mich noch an die Davis-Cup-Schlacht im Happel-Stadion gegen die USA erinnern. Das war schon etwas ganz Besonderes.“ Auch diesmal erwartet Prohaska ein Spektakel: „Ich gehe davon aus, dass die Ränge voll sein werden.“ 

Und sportlich sieht er Rot-Weiß-Rot durchaus mit Chancen. „Dass die Belgier ohne ihre Topspieler antreten, ist wahrscheinlich kein Nachteil. Soweit ich weiß, hat Rodionov im Davis Cup in der Vergangenheit eigentlich immer sehr gut gespielt. Und im Doppel haben wir sowieso ein gutes Team.“

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