Do, 20. September 2018

Unter Verdacht

16.08.2010 15:48

Besitzer nach Brand in Hühnerfarm angezeigt

Zwei Wochen nach dem verheerenden Großbrand in einer Hühnerfarm im Bezirk Hartberg ist der Besitzer wegen Verdachts des Versicherungsmissbrauchs angezeigt worden. Der Mann weist jedoch jede Schuld von sich. Bei den Ermittlungen in den Brandruinen wurden Spuren eines Kurzschlusses gefunden.

Wie berichtet, waren bei dem Feuer am Nachmittag des 1. August in den beiden Hühnerställen eines Eierproduzenten mehr als 100.000 Legehennen verendet. "Wir haben von Anfang an gegen den Besitzer ermittelt, jetzt wurde er angezeigt. Über weitere Schritte entscheidet der Staatsanwalt", sagt Wolfgang Maier vom Landeskriminalamt.

Brandlegung oder technisches Gebrechen?
Sicher ist, dass es in einem der Gebäude zu einem Kurzschluss kam. Ob das Feuer durch diesen ausgelöst wurde oder ob der Kurzschluss eine Folge des Brandes war, muss nun geklärt werden. Dazu sind weitere kriminaltechnische Untersuchungen notwendig. Zwei Ursachen sind möglich: Entweder war es der Kurzschluss - oder Brandstiftung, wofür zahlreiche Indizien sprechen.

In einem Gespräch mit der "Krone" hatte der Besitzer ja ebenfalls vermutet, dass das Feuer gelegt worden sein könnte: "Es hat in beiden Ställen gleichzeitig zu brennen begonnen", sagte er damals. Das wurde aber durch die Ermittlungen nicht bestätigt. Bis endgültig Klarheit herrscht, wird es wohl noch einige Wochen dauern.

Auch die Spurensuche hatte sich verzögert, weil die beiden Brandruinen einsturzgefährdet waren. Es mussten erst die Dächer entfernt werden, um die Sicherheit der Ermittler zu gewährleisten. Noch nicht endgültig geklärt ist die Schadenshöhe - sie dürfte sich aber auf einige Millionen Euro belaufen.

von Peter Riedler, "Steirerkrone"

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