05.05.2020 15:44 |

Covid-Ausgangssperren

Häusliche Gewalt in Russland dramatisch gestiegen

Trotz eines strikten „Lockdowns“ mit zum Teil drastischen Strafen bei Nichtbefolgung der Vorgaben breitet sich das Coronavirus in Russland weiter rasant aus. Aus diesem Grund sind Lockerungen wie in zahlreichen anderen europäischen Staaten noch nicht in Sicht. Dabei herrscht in vielen Familien bereits jetzt schon eine explosive Stimmung. Denn die häusliche Gewalt ist laut Angaben von Nichtregierungsorganisationen in den vergangenen Wochen dramatisch gestiegen.

„Die Zahl der Opfer und der Fälle häuslicher Gewalt ist um das 2,5-Fache gestiegen“, erklärte die Menschenrechtsbeauftragte des Kreml, Tatjana Moskalkowa, am Dienstag. Viele Frauen hätten angegeben, dass sie wegen der Ausgangsbeschränkungen keine Möglichkeit hätten, zu den Behörden zu gehen und um Hilfe zu bitten, berichtete Moskalkowa demnach. „Und wenn sie es doch schaffen, werden sie nicht angenommen.“ Die Menschenrechtsbeauftragte forderte deshalb, dass Opfer häuslicher Gewalt in Frauenzentren oder ähnliche Einrichtungen gehen könnten, ohne dass dies als Verstoß gegen die Corona-Auflagen gewertet wird.

Europaweit höchste Zahl an Neuinfektionen
Derzeit ist Russland europaweit das Land mit den meisten Neuinfektionen. Am Dienstag wurden bereits den dritten Tag in Folge mehr als 10.000 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden vermeldet. Dies ist deutlich mehr als in anderen europäischen Ländern, nach Russland folgt Großbritannien mit weniger als 4000 neuen Fällen pro Tag. Insgesamt wurden in Russland nunmehr mehr als 155.000 Infektionen registriert, fast 1500 Menschen starben.

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Dienstag, 26. Mai 2020
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