Neues Konzept

Klangwolke muss zurück an den Start

Die Klangwolke als Spektakel der Massen, wie sie geplant war, wird komplett mit Thema und Programm auf 2021 verschoben. Stattdessen arbeiten Brucknerhaus, Kunstuni und AEC nun an einer neuen Fassung, die Corona-Regeln standhält.

Der 12. September als Termin wird halten, es wird auch eine Klangwolke geben - nur nicht die, die bisher geplant war. Alle verpflichteten Kreativköpfe waren bereit, das Projekt auf 2021 zu verschieben, es gibt keine finanziellen Einbußen. Das Brucknerhaus hat nun das AEC und die Linzer Kunstuni mit ins Boot geholt, gemeinsam feilt man an einer alternativen Klangwolke. Bis Juli, wenn auch die Situation klarer sein wird, will man ein Konzept haben.

Ganz konkrete Pläne gibt es dagegen schon zur Bespielung des Brucknerhauses: Auf Basis eines Gesprächs mit Kulturstaatssekretärin Ulrike Lunacek geht Intendant Dietmar Kerschbaum davon aus, dass die 20-Quadratmeter-Regel fällt. Er will unter Einhaltung neuer behördlicher Auflagen und mit einem „Wabensystem“ rund 400 Menschen im Großen Saal unterbringen, ausschließlich ohne Pause spielen und die Besucher bitten, sich freiwillig zu registrieren, um im Fall der Fälle Ansteckungsketten nachverfolgen zu können. Die Musiker sollen verkürzte Programme dafür zwei bis dreimal spielen, um die Zuschauerzahl zu erhöhen. Ein Testlauf mit diesen Maßnahmen wird bei zwei Matineen am 5. und 12. Juli im Brucknerhaus sowie ab 7. Juli jeden Dienstag bei den Landhausserenaden im Arkadenhof stattfinden.

Wenn alles klappt, sollen so auch rund 70 Prozent des Brucknerfest-Programms - mit ausländischen Künstlern rechnet man nicht - durchführbar sein: „Wir verlassen unsere Komfortzone, aber das ist besser als Stillstand und dauerndes Jammern“, so Kerschbaum.

Jasmin Gaderer/Kronen Zeitung

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Freitag, 23. Oktober 2020
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