15.04.2020 06:00 |

„Wettbewerb verzerrt“

Schrittweise Öffnung: Ärger bei großen Händlern

Dass die wirtschaftliche Öffnung nach dem fünfwöchigen Corona-Lockdown schrittweise erfolgt, stößt jenen, die zuhaben müssen, sauer auf. Es wird deshalb zu Verfassungsklagen kommen.

Unverständnis und Ärger herrscht bei Möbelhäusern, großen Elektronik-Ketten, Einkaufszentren und anderen, deren Standorte mehr als 400 Quadratmeter haben und vorerst geschlossen bleiben.

„Sortimente überschneiden sich“
Thomas Saliger, Sprecher von XXXLutz, findet es unfair, dass Baumärkte offen haben dürfen, Einrichtungshäuser aber nicht: „Es ist wettbewerbsverzerrend, denn die Sortimente überschneiden sich - etwa bei Gartenmöbeln oder Leuchten.“ Da seine Flächen größer sind, könne der Abstand viel besser gewahrt werden.

Lugner: „Warum dürfen kleine Geschäfte bei uns nicht offen haben?“
Eine Ungleichbehandlung sieht auch Richard Lugner: „Warum dürfen die kleinen Geschäfte bei uns nicht offen haben? Dann würde sich der Kundenandrang besser verteilen!“ Einkaufszentren-Sprecher Stephan Mayer-Heinisch sieht hier eine massive Benachteiligung.

Erst im Mai dürfen alle aufsperren. Das ist laut Juristen verfassungsrechtlich bedenklich, es widerspreche dem Gleichbehandlungsgrundsatz. Mehrere Händler werden daher klagen.

14.300 Geschäfte durften am Dienstag wieder aufsperren
14.300 Geschäfte in Österreich durften dagegen am Dienstag wieder ihre Pforten öffnen, von der Waschstraße bis zum Baumarkt. Fazit: Einige wenige Branchen haben das große Geschäft gemacht, bei anderen (wie etwa dem Bekleidungshandel) war aber wenig los.

Kronen Zeitung/krone.at

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