02.04.2020 08:00 |

Starker Anstieg

Schon weit mehr als 5000 Corona-Tote in den USA

Die Coronavirus-Pandemie hat in den USA bereits mehr als 5000 Todesopfer gefordert. Wie die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore in der Nacht auf Donnerstag bekannt gab, ist die Zahl der landesweit verzeichneten Todesfälle auf 5116 gestiegen. 884 Verstorbene binnen 24 Stunden bedeuten außerdem einen traurigen Rekord. US-Präsident Donald Trump erwägt nun, den nationalen Flugverkehr teilweise einzustellen.

Die Zahl der Corona-Infektionsfälle in den Vereinigten Staaten nahm nach Angaben der Universität auf rund 215.400 zu. Bei den Infektionszahlen liegen die Vereinigten Staaten weltweit mit Abstand auf dem vordersten Platz. In der traurigen Statistik der Totenzahlen liegen Italien und Spanien voran. In Italien zählte die Johns-Hopkins-Universität 13.155 Todesopfer der Pandemie, in Spanien 9387.

Weißes Haus befürchtet bis zu 240.000 Tote
Das Weiße Haus hatte am Mittwoch mit der Prognose aufgeschreckt, dass trotz Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zwischen 100.000 und 240.000 Tote in den USA zu befürchten sein könnten. Das Pentagon will den Zivilbehörden offenbar bis zu 100.000 Leichensäcke zur Verfügung stellen.

Trump erwägt teilweise Einstellung des Flugverkehrs
Als Maßnahme zur Eindämmung der Pandemie erwägt US-Präsident Donald Trump nun die Einstellung des Flugverkehrs in Städte mit vielen Infektionen. „Wir schauen uns das sicherlich an, aber wenn wir das wirklich umsetzen, greifen wir hart in eine Branche ein, die dringend benötigt wird“, sagt Trump. Ein solcher Plan könnte den Verkehr in New York, New Orleans und Detroit stilllegen.

Trump riet am Mittwochabend außerdem der Bevölkerung angesichts des Mangels an Atemschutzmasken, sich stattdessen mit einem Schal vor einer Ansteckung zu schützen. Schals oder Tücher würden von Experten sehr empfohlen. Wichtig sei, medizinischem Personal keine Masken wegzunehmen. Schutzmasken sind auch in den USA Mangelware, die US-Regierung bemüht sich seit Tagen, die Produktion insbesondere für medizinisches Personal hochzufahren. In Österreich wird die Maskenpflicht in Supermärkten am 6. April in Kraft treten.

Hoffnung für Passagiere auf Kreuzfahrtschiff
Unterdessen gibt es Hoffnung für jene Passagiere des Kreuzfahrsschiffes Zaandam, das vor der Küste Floridas auf die Erlaubnis zum Andocken im Hafen von Fort Lauderdale wartet. Trump kündigte am Mittwoch an, kanadische und britische Staatsbürger würden von dem Schiff, auf dem bereits mehrere Menschen am Coronavirus gestorben sind, geholt und an die Behörden ihrer Heimatländer übergeben. Dafür werde medizinisches Personal an Bord geschickt. Wie viele Kanadier und Briten sich auf der Zaandam aufhalten, sagte Trump nicht. Insgesamt befanden sich noch rund 450 Passagiere und 600 Besatzungsmitglieder an Bord.

 krone.at
krone.at
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Freitag, 05. Juni 2020
Wetter Symbol

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Ihre Cookies sind deaktiviert. Die Seite wird daher möglicherweise nicht korrekt angezeigt.