IV-Chef Thomas Salzer:

„Die Industrie ist systemrelevant!“

Niederösterreich
30.03.2020 08:15
Porträt von krone.at
Von krone.at

Industriesprecher Thomas Salzer will seine Branche sicher durch die derzeitige Krise bringen.

Umfragen der heimischen Industriellenvereinigung zeigen, dass die Großunternehmen in Niederösterreich trotz der aktuellen Krisenzeit weiter produzieren. In vielen Fällen wurde der Schichtbetrieb als Reaktion so umgestellt, dass möglichst wenig Kontakt innerhalb der Belegschaft entsteht. Sorgen bereiten nun die Zulieferer, ein „Dominoeffekt“ wird befürchtet.

Die Probleme bei den aus- und inländischen Lieferketten stellen die Produzenten aber vor Herausforderungen: „Wir sind Teil eines globalen Netzwerkes, die Lieferketten sind inzwischen so verzahnt, dass selbst kleine Engpässe schon Dominoeffekte auslösen können. Die gesamte Industrie ist systemrelevant, jedes Produkt findet sich direkt oder indirekt in der Wertschöpfungskette der unmittelbar notwendigen Grundversorgung der Bevölkerung wieder“, so Salzer.

„Die Beschäftigten der Industrie leisten einen wichtigen Beitrag, damit Niederösterreich weiter funktioniert. Ihnen gilt großer Dank, weil sie unser Land am Laufen halten“, betont Thomas Salzer, Chef der Industriellen. Trotz aller Unterstützungsmaßnahmen seitens der öffentlichen Hand rechnet aber ein Großteil der Firmen mittelfristig mit Produktionsrückgängen, wobei das genaue Ausmaß aus aktueller Sicht noch schwer einzuschätzen ist. Die Auftragsausfälle wolle man aber mit Kurzarbeit und Urlaubsabbau abfedern, um Arbeitsplätze abzusichern, versichern die großen Leitbetriebe vorerst.

Die nächsten Wochen oder sogar Monate werden zeigen, in welchem Maß die Schadensbegrenzung funktionieren kann. Die Stimmung ist – noch – gut.

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