„Hamilton PSR“

Allererste Digitaluhr feiert Wiederauferstehung

Elektronik
24.03.2020 12:56

Der 6. Mai 1970 gilt als einer der bedeutendsten Momente in der Geschichte der Armbanduhr. Bei einer Pressekonferenz im New Yorker Restaurant „The Four Seasons“ präsentierte der US-Hersteller Hamilton mit der „Pulsar“ die weltweit erste elektronische Armbanduhr mit Digitalanzeige. 50 Jahre später lässt die inzwischen zur Schweizer Swatch Group gehörende Marke die Digitaluhr nun wiederauferstehen.

Ein Knopfdruck genügte und die Pulsar zeigte in roten LED-Ziffern die Uhrzeit an; beim Halten des Knopfs wurden die verstreichenden Sekunden sichtbar. In den Genuss der für die damaligen Verhältnisse einzigartigen Funktionsweise kamen allerdings nur die Wenigsten: Als die Pulsar P1 mit einem Armband aus 18-Karat-Gelbgold 1972 schließlich auf den Markt kam, kostete sie 2100 US-Dollar, was dem Preis eines Familienautos entsprach. Elvis Presley gehörte zu den Pionieren, die eines der 400 Exemplare ergatterte.

(Bild: hamiltonwatch.com)

In den darauffolgenden Jahren machte sich der Armband-Computer für die breite Öffentlichkeit bereit. Die Pulsar P2 aus Edelstahl mit einem etwas runderen Gehäusedesign und einem verbesserten Chip-Modul wurde 1973 eingeführt und ebnete den Weg für den aufkommenden Digitaluhr-Markt. Sie wurde in großer Stückzahl produziert und laut einer Mitteilung des Herstellers unter anderem von Rolling-Stones-Gitarrist Keith Richards, Boxer Joe Frazier, Popstar Elton John oder US-Präsident Gerald Ford getragen.

Neuauflage in zwei Versionen
Mit der Hamilton PSR will das Unternehmen die „Ikone der 70er-Jahre in Stil und Technologie“ nun wiederauferstehen lassen. Zur Auswahl stehen zwei Versionen: eine aus Edelstahl und eine aus PVD-beschichtetem Edelstahl in Gelbgold, die auf 1970 Exemplare limitiert ist. Beide Uhren sind mit einem Gehäuse im Kissenstil der P2 mit den identischen Maßen von 40,8 mm x 34,7 mm versehen und bis zu 100 Meter wasserdicht.

(Bild: hamiltonwatch.com)

Verbessertes Display
Wesentlicher Unterschied zu den Vorgängerversionen: die Zeitanzeige. Die Hamilton PSR ist mit einem Hybrid-Display ausgestattet, das die Technologien der reflektierenden Flüssigkristallanzeige (LCD) und der emittierenden organischen Leuchtdioden (OLED) kombiniert. Beim Betätigen des Knopfes werden wieder die hellroten OLED-Ziffern in der bekannten Form als ‘digitale Punkte‘ angezeigt, während das LCD-Display sicherstellt, dass die Zeit auch bei Tageslicht gut ablesbar ist.

Der Preis: 695 Euro bzw. 945 Euro für die limitierte, gelbgoldene Version.

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