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Taliban nehmen zwei US-Soldaten gefangen
Ein Reuters-Korrespondent berichtete aus Logar von Rundfunkaufrufen, in denen die USA 20.000 Dollar (ca. 15.500 Euro) Belohnung für Hinweise auf den Aufenthaltsort der Verschleppten auslobten. Einem Taliban-Sprecher zufolge gingen den Aufständischen drei Soldaten ins Netz, von denen einer ums Leben gekommen sei. Die Taliban-Kämpfer wollen die Leiche angeblich gegen inhaftierte Gesinnungsgenossen austauschen.
Bisher hatten die Taliban einen US-Soldaten in ihrer Hand, der am 30. Juni 2009 in der benachbarten Provinz Paktika verschwand. Seitdem war er immer wieder in Videos zu sehen, die die Taliban im Internet veröffentlichten.
Fünf Soldaten bei Bombenanschlägen getötet
Im Süden Afghanistans wurden am Samstag fünf US-Soldaten bei Bombenanschlägen getötet. Nach Angaben der ISAF riss die erste Explosion vier Soldaten in den Tod, beim zweiten Anschlag kam ein Soldat ums Leben. Nähere Einzelheiten waren zunächst nicht bekannt. US-Gewährsleute bestätigten, dass es sich bei den Getöteten um Amerikaner handelte. Allein im Juli sind damit 75 Angehörige der internationalen Streitkräfte in Afghanistan ums Leben gekommen, darunter mindestens 56 US-Soldaten.
Bei einem Anschlag auf eine Moschee wurde im Osten ein Kandidat für die Parlamentswahl im September getötet. 20 weitere Menschen erlitten nach Angaben der Polizei bei dem Attentat am Freitag in Khost Verletzungen. Da die Ermittlungen andauerten, könne noch nicht gesagt werden, wer für die Tat verantwortlich sei, erklärte der Polizeichef der Provinz. Die Taliban, die im vergangenen Jahr vor der Präsidentenwahl Anschläge auf über 130 Wahllokale und andere Ziele verübt hatten, erklärten, der Bombenanschlag auf die Moschee könnte von Rivalen des Getöteten ausgeführt worden sein.
Zahlreiche Zivilisten bei Kämpfen verletzt
Erneut wurden bei Kämpfen in der Region auch Zivilisten verletzt. In Kandahar sagte ein Augenzeuge, er habe sieben Kinder in ein Krankenhaus in Mirwais gebracht. Sie seien zuvor in Sangin in der Provinz Helmand bei Gefechten zwischen ISAF-Truppen und Taliban-Kämpfern verletzt worden. Ein anderer Mann sagte, auch er habe Verletzte aus Sangin gebracht. Die Kämpfe hätten am Freitagnachmittag begonnen. Dorfbewohner seien mit weißen Fahnen auf die ISAF-Soldaten zugegangen, seien aber dennoch beschossen worden. Zwei Menschen seien ums Leben gekommen. Die ISAF erklärte, sie untersuche die Angaben.
In der Provinz Urusgan wurden unterdessen fünf Zivilisten bei einem Bombenanschlag getötet, wie das afghanische Innenministerium am Samstag mitteilte. Der Sprengsatz explodierte im Bezirk Tschora.
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