Auch wenn alle Theater, Konzertsäle, Galerien und Museen geschlossen haben, wird in der steirischen Kulturszene weitergearbeitet. In den kommenden Tagen stellen wir Projekte vor, die andere Wege suchen, um mit dem Publikum in Kontakt zu bleiben. Und die Steirer werden dabei zur Mitarbeit aufgefordert. Das Rostfest sammelt Videotagebücher über das Leben in der Krise, das Projekt Graz Vigil im Rahmen der Kulturstadt Graz 2020 wird als Heimarbeit weitergeführt.
Geradezu prophetisch hat das Rostfest, das alljährlich Ende August Eisenerz in ein kulturelles Zentrum verwandelt, sein Diskursprogramm für heuer unter das Motto „Krise und über Lebensstrategien“ gestellt. Das die Realität so viel härter zuschlägt, als man es sich in den düstersten Visionen ausgemalt hat, lässt die Veranstalter nun reagieren. Sie laden jeden ein, in den kommenden Tagen und Wochen ein Videotagebuch zu führen. Fragen wie „Was geht dir von Tag zu Tag durch den Kopf? Was hast du zu erzählen?“ sollen da beantwortet werden.
Dokumentation einer außergewöhnlichen Zeit
Die gesammelten Videotagebücher sollen - natürlich nach Absprache - mit den Produzenten, beim Rostfest Ende August gezeigt werden, und eine hautnahe Dokumentation dieser so ungewöhnlichen wie schweren Zeiten bilden. Wer also Interesse hat, möge sich unter office@rostfest.at melden.
Wache stehen in den eigenen vier Wänden
Weiterlaufen soll auch das Graz2020-Projekt „The Graz Vigil“, bei dem Grazer Bürger jeweils bei Sonnenauf- und Sonnenuntergang Wache über die Stadt stehen. Statt in dem eigens errichteten Pavillon unter dem Schloßberg, finden die Wachen nun aber von zu Hause aus statt wie La Strada als Organisator des Projekts verkündet: „Alle TeilnehmerInnen werden ihre jeweilige Vigil-Stunde nun von zu Hause aus halten, dort auch das Foto der Aussicht und das Portraitbild machen und einen kurzen Text über Ihre Erfahrungen verfassen.“ Dieser wird das auf der Homepage des Projekts nachzulesen sein.
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