Keine Förderungen

Mutter kämpft um Legasthenie- kranken Sohn (12)

Niederösterreich
23.07.2010 18:29
Lange hat sie geschwiegen, jetzt platzt ihr der Kragen: Eine Mutter aus Mistelbach kämpft seit Jahren darum, dass ihr an Legasthenie leidender Sohn (12) eine ordentliche Betreuung in der Schule erhält. „Ich ernte bei den zuständigen Behörden nur Ignoranz. So kann es nicht weitergehen“, klagt Gabriele Meixner.

In der Hauptschule I in Mistelbach scheinen die Uhren ein wenig anders zu gehen. Denn die Fördermaßnahmen für den kleinen Fabian erscheinen völlig unzureichend. Zuerst 25 Minuten einmal pro Woche während des Deutschunterrichts, danach gar nicht mehr. „Beim Direktor und dem Bezirksschulrat stellt man sich einfach taub“, ärgert sich Meixner. Mittlerweile werde ihr Sohn sogar gemobbt und drangsaliert.

Die generelle Ablehnung der Behörden hat dazu geführt, dass Gabriele Meixner in ihrer Freizeit selbst eine Ausbildung zur Legasthenie-Therapeutin absolviert hat. Mittlerweile weiß sie bereits besser als die meisten Lehrer, welche Hilfsmaßnahmen für ihren Buben nötig sind.

von Gernot Buchegger, Kronen Zeitung
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