Wahlberechtigt waren am Mittwoch nämlich nur jene, die auch brav ihren Mitgliedsbeitrag bezahlten hatten. Und in den Wochen vor dem Parteitag haben Heis und Hauser noch fleißig Mitglieder geworben Daher waren die drei Gegenkandidaten, von denen kurz vor der Wahl zwei ihre Kandidatur noch zu Gunsten von Günther Gailer zurückzogen, von Beginn an auf verlorenem Posten. Und das zeichnete sich bereits am Beginn der Sitzung ab.
Und trotzdem herrschte eine angespannte Stimmung unter den rund 100 Delegierten. Auch deswegen, weil der – mittlerweile ausgeschlossene – rechtsrechte Flügel der Tiroler FP im Vorfeld drohte, am Parteitag für einen Wirbel zu sorgen. Doch der Parteitag ging, abgesehen von ein paar lautstarken Verbalattacken, reibungslos über die Bühne.
Kritik an Heis' Führungsstil
Bei der Debatte meldeten sich erwartungsgemäß die Kritiker zu Wort. So wurde vor allem Kritik an Heis’ Führungsstil in der Stadt und sein Umgang mit der Basis laut diskutiert. Von Spitzelwesen war da die Rede. Herausforderer Gailer warf Heis vor, die Stadtpartei zentralistisch zu führen: "Hände falten, Gosch'n halten – sind wir die ÖVP oder doch noch die FPÖ?", fragte Gailer provokant. Für die Kritiker gab's es immer wieder Zwischenapplaus, doch am Ende ging die Rechnung der Herausforderer nicht auf: Heis wurde mit 71 Prozent als FP-Stadtobmann bestätigt.
Ein Sieg auch für Hauser, der glaubt, dass die Tiroler FP nun wieder ruhigeren Zeiten entgegensteuert. Die Abspaltungs-Androhungen aus dem Bezirk Innsbruck-Land sieht er gelassen: "Walter Gatt hat schon lange nicht mehr den gesamten Bezirk hinter sich. Und nach dem Innsbrucker Parteitag am Mittwoch werden es wohl noch weniger sein…"
von Markus Gassler, Tiroler Krone
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