Lockerbie-Attentäter
Briten-Premier Cameron übt Kritik an Freilassung
Megrahi sei wegen des 1988 verübten Anschlags auf ein US-Linienflugzeug über dem schottischen Lockerbie als "größter Massenmörder" in der Geschichte des Landes verurteilt worden. Seine Freilassung halte er für "vollkommen falsch", so Cameron.
Die schottische Regierung hatte den schwer krebskranken Megrahi, der als einziger Attentäter des Anschlags von Lockerbie verurteilt worden war, vor elf Monaten aus humanitären Gründen begnadigt. Bei dem Anschlag waren 270 Menschen getötet worden, die meisten stammten aus den USA. Megrahis Freilassung löste dort einen Sturm der Entrüstung aus. Zudem wurden zuletzt Gerüchte laut, die schottische Regierung habe mit ihrer Entscheidung einen lukrativen Auftrag aus Libyen an den britischen Ölkonzern BP nicht gefährden wollen.
Antrittsbesuch bei Barack Obama
Cameron rechnet damit, dass bei seinem Antrittsbesuch in den USA am Dienstag auch die Freilassung Megrahis ein Thema sein werde. Die Beziehungen der beiden Länder seien aber "stark", sagte der Premier. Bei seinem Treffen mit US-Präsident Barack Obama sollen auch der Einsatz in Afghanistan und die Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko eine Rolle spielen.
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